Nachbericht zum Workshop Riemann 2.0 (Fritz Riemann Modell), Juli 2016

Fritz Riemann Modell

Workshop zum Persönlichkeitsmodell nach Fritz Riemann.

Erst fühlt es sich an, als wäre es ewig hin. In der Vorbereitung wird die Zeit doch wieder knapp und im nächsten Moment ist es schon wieder vorbei. In diesem Fall ist auch der dritte Workshop zum Modell nach Fritz Riemann Geschichte. Ein bisschen schade, war es doch so schön. Schön war es schon, weil wir mit dem Goldbekhaus Seminarräume direkt am Wasser hatten. Und ihr wisst ja, wenn ich Wasser in der Nähe habe, ist das 100% artgerechte Britta-Haltung.

Dazu ein wunderbarer Teilnehmermix aus blu-board® Coaches, Riemann-Experten und neuen Gesichtern. Ja genau, es gab auch Experten in der Runde. Die morgendliche Bestandsaufnahme bzgl. des bereits vorhandenen Wissens, setze die Messlatte gleich richtig hoch. Da prunkte jetzt schon eine Markierung bei 100% – dabei hatten wir nicht einmal angefangen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass es nicht meine 100%-Angabe war. 😉 

Na gut, wollen wir mal sehen, ob es jenseits der 100 auch noch etwas gibt. Herausforderung angenommen. Hauptsache, der Teilnehmer weiss am Ende nicht weniger als vorher, das wäre mir doch etwas unangenehm.

Ich frage mich immer wieder mal, ob ich es einfacher oder schwerer finde, Seminare für Kollegen und damit Experten zu geben. Auf jeden Fall ist es immer eine gute Gelegenheit den großen Methoden-Koffer auszupacken und mal etwas Neues auszuprobieren. So auch dieses Mal, in meinem Tagesplan tummelte sich ein bunter Mix aus neuen „Spielchen“. Nein, keine wirklichen Spielchen, die mag ich als Teilnehmer auch nicht. Ganz Riemann-Like war für alle Typen etwas dabei: Kreatives, ja bei mir darf man auch mal etwas zeichnen, spielerisches, interaktives und natürlich auch etwas über die Geschichte des Modells. Wie und was sich Herr Riemann damals eigentlich so gedacht hat.

So näherten wir uns von der Geschichte über die Eigenschaften, langsam dazu hin, wie man Menschen (inkl. sich selbst) einschätzen kann. Woran man sie erkennt und ob die Sache mit dem Schubladendenken sinnvoll ist. Apropos Schubladen, warum machen wir Menschen das eigentlich und was bringen sie uns als Trainer und Coach? Hat unser Coachee überhaupt einen Nutzen davon, wenn wir als Coach fit auf diesem Gebiet sind? Sind wir wirklich diese Typen oder verhalten wir uns nur gemäß dieser? Können wir uns dessen wirklich sicher sein? Und wie kommt Herr Riemann nun aufs blu-board®?
Das alles haben wir uns an diesem Tag erarbeitet. Zugegeben, das blu-board® kam etwas kurz. Wir haben uns Fritz Riemann so intensiv gewidmet, dass acht Stunden vergingen wie im Flug.

Teilnehmerwünsche passten trotzdem noch rein und so schauten wir uns kurz vor der Zielgeraden nochmal an, wie Herr Riemann zu dem beliebten 4-Ohren-Modell (bzw. die vier Seiten einer Nachricht) von Friedemann Schulz von Thun passt. Hat ein Typ Präferenzen bezüglich einer Art der Kommunikation oder ist das doch etwas ganz anderes? Spannende Diskussionen taten sich auf, als wir uns nicht ganz einig wurden, ob die Appellseite als Sender nun eher dem Distanz- oder doch eher dem Dauertyp entspricht. Spätestens jetzt wusste ich wieder, warum ich Seminare mit Kollegen so schätze. Durch den fachlichen Austausch ist es immer eine Bereicherung für alle.

Dann der große Moment, wurden die Erwartungen der Teilnehmer erfüllt und wo steht die Wissensskala jetzt? Gibt es Wissen nach den 100%?
Die Erkenntnis des Teilnehmers: JA, es gibt Leben nach den 100%. Wobei… das beißt sich mit den vorhandenen Daueranteilen und so gab es das wunderbare Feedback: Vorher habe man Riemann zu 100% verstanden. Jetzt hätte man verstanden, was Riemann 2.0 beutetet und auch hier 100% erreicht.
Ich würde sagen, so lässt es sich gut arbeiten und ich entscheide auch dieses Mal: Es wird dieses Seminar wieder geben!

An dieser Stelle nochmal ein großer Dank an die Teilnehmer, ihren Wissensdurst und die aktive Mitgestaltung des Tages. Der Tag mit euch und dem guten alten Fritz hat mir großen Spaß gemacht.


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