Auf ein Gespräch mit Fritz Riemann #07

von | 19.02.2021 | Fritz & Ich, Riemann | 0 Kommentare

Auf ein Gespräch mit Fritz Riemann

Juchuuu, eine Premiere. Fritz & Ich beantwortet die erste Leserinnenfrage. Ich sollte besser sagen, ich bemühe mich um eine Antwort, denn so ganz einfach finde die Frage nicht.

„Wie komme ich denn als Laie mit Fritz ins Gespräch?“

Eine sehr gute Frage!
Zunächst einmal braucht es wenigstens ein paar Grundkenntnisse zum Riemann-Modell. Eine kleine Basis anhand der man ins Gespräch kommen kann, aber ich denke, das versteht sich von selbst. Sicher auch, dass je mehr wir über das Modell wissen, sich auch mehr Gesprächsstoff ergibt. Wie bei einem Gespräch mit einem noch fremden Menschen – man hangelt sich über Small Talk hin zu einem echten Dialog.

Außerdem brauchen wir, wie im wahren Leben auch, einen Anknüpfungspunkt. Einen Anlass, weswegen wir uns überhaupt auf das Gespräch einlassen wollen. Haben wir diesen Anlass nicht, finden wir das Modell vielleicht interessant können aber wenig bis nichts damit anfangen. Es fehlt der Bezug, eine Idee für die Einsatzmöglichkeiten. Ein eigenes Thema, die eigenen Betroffenheit ist sicher die beste Basis, sich auf das Modell einzulassen. Und je interessanter das eigene Thema um so mehr steigt das Bemühen Fritz richtig verstehen zu wollen. Davon kann ich ein Liedchen singen. 

Anlässe für ein Gespräch mit Riemann

Was könnten solche Anknüpfungspunkte sein?

Beginnen wir mit dem einfachsten dem, was wohl jeder kennt – zwischenmenschliche Konflikte. „Du bist immer so…“, „immer machst du dieses“ oder auch „du verstehst mich einfach nicht“. 

Im Joballtag schreit alles rund um das Thema Führung regelrecht danach, sich mit Riemann zu beschäftigen. Sich Wissen anzueignen, wie Menschen gestrickt sind und was sie brauchen, damit sie ihren Job gut machen können. Auch das Wissen um den eigenen Typen und die daraus resultierende Außenwirkung kann sehr hilfreich sein, damit es mit der Führung klappt.

Und ebenso spannend sind die Themen in uns selbst. Sie bieten wunderbare Punkte zum Andocken an Riemann. Das beste Indiz scheint mir chronische Unzufriedenheit. Schwer in Worte zu fassen dafür aber umso unangenehmer ein Gefühl von, „irgendwas stimmt nicht in meinem Leben“ (manchmal auch nur auf bestimmte Lebensbereiche bezogen). Und noch diffuser und unangenehmer, „eigentlich weiß ich gar nicht wer ich bin“. Und das ist deutlich öfter der Fall, als man meinen mag. Kurz: Krisen aller Art.

Auch ein schönes Erkennungszeichen, dass ein Schnack mit Fritz sich lohnt, sind Muster die sich, trotz allerbester Absichten, immer wieder wiederholen. Auch wenn es bequemer ist sich hier als Opfer der Umstände oder Pechvogel zu sehen… ich behaupte, und da schließe ich mich selbst nicht aus, da haben wir selbst ordentlich die Finger im Spiel. 

Was das Gespräch mit Fritz braucht

Alle vier Typen nach Riemann haben tolle Fähigkeiten. Sie sind wie Superhelden mit speziellen Superkräften und sie haben alle auch ihre Schwachstellen, sowohl im Kontakt nach außen als auch im Umgang mit sich selbst. So können wir uns über das Modell uns selbst nähern. Ein Gespräch mit Fritz ist am Ende immer ein Gespräch mit und über uns. Daher kann der erste Kontakt, die Gesprächsaufnahme nur gelingen, wenn wir bereit sind, uns an unsere eigene Nase zu packen hinzuschauen und Verantwortung zu übernehmen. 

Haben wir erstmal hingeschaut, dann nimm dir dein Lieblingsgetränk, die Kuscheldecke, mach den Kamin an und stell dich auf lange Abende mit Fritz ein. 

Indizien für Gesprächsbedarf

Schnapp dir die Grundformen der Angst oder lese meine Artikel zu Riemann und halte Augen und Ohren offen, wo sich Resonanz zeigt. Schmunzeln und/oder Ärger sind wunderbare Anzeichen dafür, einen Schatz entdeckt zu haben. Ein bisschen verweilen, mutig hinschauen was das Gelesene mit dir zu tun hat und Zack bist du im Gespräch mit Fritz. 

Die Formel für ein Gespräch mit Fritz

Anlass + Grundkenntnisse + Wunsch nach Veränderung = ICHgerecht auf der Reise zu dir selbst.

Und wenn du den Anlass und den Wunsch nach Veränderung hast, du aber noch gerne mehr Hintergrundwissen und Reisebegleitung hättest, dann sei beim nächsten ICHgerecht Kompass mit dabei. Wir starten am 12.03.2021 und bis Sonntag gibt es noch Frühe-Möwe-Tickets.

ICHgerecht Kompass 2021

Anzahl der Wörter: 612
Den Hintergrund, die Regeln dieses Projektes kannst du im ersten Beitrag zu Fritz & Ich nachlesen.


Fritz & Ich ist ein Projekt, welches im Januar 2021 von mir ins Leben gerufen wurde. Es geht um meine alltäglichen Erfahrungen mit dem Persönlichkeitsmodell von Fritz Riemann, nach seinem Longseller „Grundformen der Angst“. Ich belege hier meine persönliche These „Ein Leben ohne Riemann ist möglich, aber sinnlos“* und teile mit euch Gelegenheiten, Momente und Erfahrungen des Alltags in denen mir Fritz und sein Ansatz hilfreich zur Seite stehen.

*Das Original Zitat von Loriot lautet: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“


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