Fritz & Ich – (M)ein Projekt 2021 #01

Wie ich die Grundformen der Angst von Fritz Riemann in meinem Alltag lebe.

Dieser Beitrag ist der Auftakt, ein kurzer Abriss über das WARUM und das WIE meines Fritz & Ich Projektes.

Fritz Riemann und sein Buch Grundformen der Angst sind mir begegnet, da war ich gerade 20 Jahre alt. Ein Lehrer hatte uns das Buch empfohlen und etwas in mir wusste gleich: DAS ist mein Buch, da finde ich Antworten. Das mich Riemanns Werk so lange und nachhaltig beschäftigen und mein Tun beeinflussen wird, damit war wirklich nicht zu rechnen.

Über 25 Jahre ist das her und ich lese und höre das Buch immer wieder – bis heute. Ich inhaliere es, drehe und wende seine Worte und lausche der Resonanz, die sie in mir erzeugen. Das macht Spaß, ist aber wahrlich nicht immer nur Vergnügen. 

Nun mag man meinen, Frau Ludwig ist vielleicht schwer von Kapee und muss das Buch deswegen immer wieder lesen – und ich kann das auch nicht ausschließen – aber vielleicht liegt es auch daran, dass da so viel für mich drin ist und ich es auf beinahe alle Situationen im Leben anwenden kann. Also alle be·merken·s·wert·en Situationen. Selbst ich spüle mein Geschirr ohne den Prozess nach Riemann zu analysieren. Wobei… ich könnte… 

Genau das, und auch Loriot, ist der Grund für mein Projekt Fritz & Ich.

Von Loriot leihe ich mir, in abgewandelter Form, ein Zitat* und behaupte: „Ein Leben ohne Riemann ist möglich, aber sinnlos“. Klar, man kann Riemann außer Acht lassen, man kann ihn sich aber auch als Unterstützung an die Seite holen, um sich selbst und Andere viel besser zu verstehen. Und haben wir die Dinge mal verstanden, oder wenigstens durchschaut, dann können wir sie auch ändern. Und Selbstwirksamkeit, die finde ich wirklich megasexy.

Fritz & Ich soll meine Behauptung hinterfragen, belegen…

Mit diesem Projekt biete ich meinen zahllosen Gedanken und Ideen einen Raum. So haben sie es warm und trocken und ich kann mich entspannt (so die Hoffnung) dem zugehörigen Buchprojekt widmen. 

Bei Fritz & Ich handelt es sich um mein persönliches Verständnis der Grundformen der Angst. Das passt nicht immer zu dem, was man so denkt. Ich biete dir meine Gedanken lediglich an, nimm sie, denke sie weiter oder lasse sie liegen. 

Die Regeln für Fritz & Ich:

Ich schreibe…

  • …wöchentlich!
  • …maximal 500 Wörter.
  • …über die alltäglichen „Begegnungen“ mit „Fritz“.
  • …über das, was mir mein Alltag zeigt, die Beiträge folgen keiner Reihenfolge.
  • …oder du stellst mir eine Frage (zum Thema) auf die ich eingehe. Keine Zusage, kein Versprechen, lediglich eine Option.

Fritz & Ich – mit allem Respekt und unendlicher Dankbarkeit

Wenn ich Herrn Riemann in meinem Projekttitel Fritz nenne, meine ich das keinesfalls respektlos. Viel mehr ist es so, dass er mich über so viele Jahre, so viele schöne wie auch dunkle Stunden begleitet, mir Halt gegeben hat, dass ich mich ihm und seinem Werk so verbunden fühle, dass das DU mir als die angemessenste Form erscheint. 

Anzahl der Wörter: 492


Fritz & Ich ist ein Projekt, welches im Januar 2021 von mir ins Leben gerufen wurde. Es geht um meine alltäglichen Erfahrungen mit dem Persönlichkeitsmodell von Fritz Riemann, nach seinem Longseller „Grundformen der Angst“. Ich belege hier meine persönliche These „Ein Leben ohne Riemann ist möglich, aber sinnlos“* und teile mit euch Gelegenheiten, Momente und Erfahrungen des Alltags in denen mir Fritz und sein Ansatz hilfreich zur Seite stehen.

*Das Original Zitat von Loriot lautet: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“


Beiträge der Kategorie Fritz & Ich


Alle neuen Beiträge

Business Coaching (1) Fritz & Ich (2) ICHgerecht (1) Mindset (1) Persönlichkeitsmodelle (1) Riemann (3) Rückblick (5) Selbstreflexion (1) Train the Trainer (1)

Jahresrückblick 2020

Jahresrückblick 2020

2020 – eine Hassliebe

Ob nun mehr Liebe oder mehr Hass, das vermag ich nicht zu sagen. Zweifelsfrei, das Jahr hatte viel zu bieten und ich würde sogar so weit gehen zu sagen, es war erfolgreich. Ja. Doch. Das Jahr und ich haben einiges vorzuweisen, wäre da nicht… 

Und wenn Corona dieser Tage auch für einiges verantwortlich ist – nein, dieser Virus hat mit dem weniger schönen Anteil rein gar nichts zu tun. Es wäre einfach nicht fair, es diesem, dessen Namen ich echt nicht mehr hören kann, in die Schuhe zu schieben. Ich hab es selbst vermasselt! 

Aber, beginnen wir am Anfang, denn so ein Jahresrückblick ist auch eine Art Feedback und das beginnt man bekanntlich mit den guten Dingen. Mein Start ins Jahr 2020 war passenderweise grandios. Also los, hier mein Jahresrückblick 2020:

Jetzt wissen wir endlich, wer an der Uhr gedreht hat.

2.000 km in zwei Tagen + 600 km

Was für ein Start in das Jahr. Gerade mal KW 2 und gleich zwei Mal als Visualisierungstante zu Jahresauftaktveranstaltungen geladen. Dass ich dafür in zwei Tagen 2.000 km zurücklegen muss… macht nichts!

Überhaupt hatte ich zu dem Zeitpunkt bereits so viele gebuchte Trainings für 2020 im Kalender wie noch nie. Das Jahr konnte gar nicht anders als grandios werden. Ähm… ja… wie hätte ich ahnen können, dass am Ende wirklich alles anders kommt.

Yuki hat mich wohl sehr gehasst, denn kaum zu Hause musste der Dosenöffner, also ich, erneut die Koffer packen. Der dvct hatte zur Fachtagung geladen und ich freute mich nicht nur darauf, viele Kolleginnen und Kollegen zu treffen, sondern auch auf das Thema. Zwei Tage mit dem Zürcher Ressourcen Modell standen auf dem Programm. Bisher fand ich das gar nicht sooo spannend, aber irgendwie dachte ich, da ist sicher noch mehr für mich drin. Dieser Eindruck sollte sich bestätigen, dazu aber später mehr.

Neuland – ich bin ein Toolmaster

Yeah, die erste Generation Toolmaster wurde ausgewählt und ich darf dabei sein. Welch Freude. Welch Ehre. 

Hier schleicht sich auch schon mein erster Wermutstropfen des Jahres ein. 

Wie gerne hätte ich euch jetzt von gemeinsamen Veranstaltungen mit Neuland  und von wahnsinnig vielen Visualisierungstrainings berichtet – von all meinen Abenteuern mit dem schicken Toolmaster-Trolley. Ideen und Pläne hatte ich reichlich. 

Rückblickend waren der Trolley und ich nur ein einziges Mal gemeinsam auf Reisen. Beim einzigen Flipcharttraining des Jahres, bei dem noch wild Materialien ausprobiert und hin und her getauscht werden durften. Alles, was danach folgte, lief unter dem Motto „Nur gucken, nicht anfassen“ und „Bitte jeder nur die eigenen Marker nutzen“ oder fand gleich online statt.

Aber! Visualisieren geht auch online und es geht gut. Unter uns, es hat sogar Vorteile gegenüber dem offline Training. OK, das „Kann ich mal den Marker probieren“, das fehlt schon sehr aber das Lernen und Üben, das geht es tatsächlich besser. 

Daher, was 2020 bei mir definitiv zu kurz kam (meine eigenen Trainings), das wird 2021 nachgeholt! So ein blöder Virus stellt mir nicht wieder alles auf den Kopf! 

neuland Toolmaster Logo

Mein letzter Fischmarkt 2020

Ich vermisse ihn wirklich sehr! Ich liebes es sonntags auf dem Fischmarkt bei Ständen aus dem alten Land mein Gemüse zu kaufen. Oder auch mal ein Obstschnäppchen zu machen, um mich anschließend dem Marmeladenwahn hinzugeben. Immer, wirklich IMMER nehme ich mir vor, dieses Mal kaufe ich nur ein Schälchen Erdbeeren, Kirschen oder was auch immer gerade ansteht und ZACK… kann ich gucken, wie ich alles nach Hause bekomme. Man darf mich einfach nicht allein auf den Fischmarkt lassen. Das ist beinahe noch schlimmer als Britta allein im Schreibwaren-, bzw. Künstlerladen. Ich kann da gar nichts gegen machen.

Dieses Mal war ich nicht allein, sondern war in allerbester Begleitung. Daher hab ich neben Obst und Gemüse auch ein echtes Fotoschnäppchen gemacht.

Schaurig schön – unsere erste Sturmflut

Nur für diese Zwecke hat ein kluger Kopf wohl einen Ausspruch wie „schaurig schön“ erfunden. Es ist schaurig zu sehen, wie das Wasser steigt und du nichts als zuschauen kannst. Gleichzeitig entstehen auch schöne Bilder und witzige Geschichten, zum Beispiel wenn Leute sich einfach mal so bis auf die Unterhose nackig machen, um zu ihrer Haustür zu schwimmen. Oder Schlauchboote fahren, wo sonst Autos drängeln. Es ist schaurig, hilflos daneben zu stehen und die Bilder doch auch schön.

Ist es DAS, was ICH will – ein Besuch bei Suzanne Grieger-Langer

Ich finde die Frau klasse. So ganz hatte ich nie verstanden, was sie genau tut aber sie erzeugt Resonanz in mir und darauf stehe ich. Ich habe mir also einen Abend mit ihr, eher bei ihr, gegönnt und war sehr neugierig endlich zu erfahren, was sie denn nun genau tut. Persönlichkeitsentwicklung oder doch eher Profiling. Beides, habe ich inzwischen verstanden. Ich kenne das Dilemma. 

Ich gehe ja meist aus mindestens zwei Gründen zu solchen Veranstaltungen. Dem Thema oder der Person wegen und… weil ich wissen will, ob ich auch auf so einer Bühne stehen will. Wie so oft will die eine meiner Seelen auf jeden Fall, die andere findet „nee, das ist nichts für uns“. 

Schon tobt wieder ein Gerangel dieser beiden Streithähne in meiner Brust. Manchmal ist es echt nervig. So ging ich auch an diesem Abend uneins mit meinen Wünschen nach Hause. Immerhin, es war ein netter Abend und ich mag Frau Grieger immer noch. Einfach n’ coole Socke und das bei aller Wertschätzung. Falls das mal wieder jemand anzüglich finden sollte.

Mein letztes Mal

Die Känguru Chroniken – Der Film

Mein erstes und letztes Mal Kino in 2020. Schön, dass es das Känguru war. Entschuldige, ich meinte natürlich WITZIG, dass es das Känguru war.

Trainingstag: Flipchartgestaltung

Es sollte der Auftakt einer neuen Reihe an Visualisierungstrainings werden. Stattdessen wurde es das einzige Flipchart-Training 2020 unter meiner Flagge. 😢

2021 wird es auch in meinem Sortiment Flipchartgestaltung online geben! Unter uns, das hat online sogar viele Vorteile.

PS: Man kann ja nicht immer das Willomemns-Chart nehmen, heute also mal die Agenda. Die ist dieses Mal ungewöhnlich wild ausgefallen. Manchmal gehen einfach die Marker mit mir durch.

Mein erstes Mal – Trainerausbildung online

Im vergangenen Jahr hatte ich bereits Trainings für die GiS Akademie gegeben. Dieses Jahr sollten es nicht nur mehr Tage werden, ich sollte auch die Co-Leitung der Train the Trainer-Ausbildung übernehmen. Schöne Sache. Einziger Haken, unser Start war am 16.03.2020. Wer 2020 nicht komplett verpennt hat weiß, dass wir am 17.03.2020 unseren ersten Lockdown hatten. Am Montag durften wir uns alle nochmal tief in unsere verunsicherten Augen, über das, was da jetzt kommen mag, schauen um uns dann am Dienstag online zu treffen.

Aus einem mir unerfindlichen Grund ticke ich seit Kindertagen so: Jemand kommt und sagt „Das wird schwierig“ oder gar „Es geht nicht“. Schon kommt einer meiner sonst eher schlummernden Anteile nach vorne und sagt „Das wollen wir ja mal sehen!“ Immerhin, dieser Anteil quatscht nicht nur, er zieht dann auch durch. So auch dieses Mal. Online Training lernen? Klar geht das! Hat halt seinen Preis, dazu später mehr.

Ich will auch gar nicht jammern, immerhin hatte ich ja noch die ganze Nacht, um den folgenden Trainingstag von offline auf online umzustellen. So blieb es auch die ganze Ausbildung – tagsüber Training, abends/nachts Vorbereitungen. 

Die Tage, an denen ich selbst kein Training hatte, habe ich versucht den ganzen Rest am Laufen zu halten… das gelang mir eher semi. Meine Blogartikel sind also mal wieder auf der Strecke geblieben, dabei fing es so schön an. Von anderen Projekten, ganz zu schweigen. 😩

Am Ende haben wir es geschafft und aus meinem anfänglichen Versprechen „Man kann Training auch online lernen“ wurden ganz großartige frisch gebackene Trainerinnen und Trainer. Kurz vor der Prüfung durften wir auch wieder gemeinsam im Raum Stoffwechseln und ich gestehen, ich war ganz schön nervös. 

Warum, das kannst du im Monatsrückblick vom Mai 2020 lesen.

Vielleicht werdet ihr lachen, aber ich meine es bitterernst. Meine weltallerbeste Co-Trainerin hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich in diesen drei Monaten nicht verrückt geworden bin. Neben der vielen Arbeit habe ich die Tage im abgedunkelten Raum (meine Kamera ist aber auch lichtempfindlich) verbracht und war oft tagelang nicht vor der Tür. Yuki war immer an meiner Seite. Hat die Performances der Teilnehmenden verfolgt, in angespannten Momenten ins Mikro geschnurrt, das Unterhaltungsprogramm gemanagt oder aber Geschenke gebracht. Diese Katze ist der Oberhammer!

Besuch von zu Hause

Wenn man die Heimat verlässt, um nach Hause zu kommen, dann trennen sich viele Wege – manche früher, mache erst später. Viele „Ich besuche dich mal“ werden angekündigt und finden nie statt, das ist in Ordnung, schließlich war ich es, die gegangen ist. Umso mehr, besonders in dieser Zeit habe ich mich über den Besuch meines Cousins gefreut. 

Viel mehr Worte will ich dazu nicht schreiben, man muss ja nicht alles in dieses Internetz schreiben, aber in den Jahresrückblick 2020 gehört es schon. 😍

Futter fürs Hirn – Weiterbildung in wilden Zeiten

Ich hatte es ja bereits angekündigt das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®) hat mich gepackt und so habe ich mir, aufbauend auf den ersten beiden Tagen der dvct Fachtagung, auch noch den Rest der Ausbildung gegönnt. Die Arbeit mit Bildern liegt mir eh und dass man ohne Zustimmung des „Würmlis“ nicht wirklich Ziele erreichen kann, das habe ich in jahrelangem Selbststudium auch bemerkt. Kann man machen, muss man aber nicht. Künftig gehört das ZRM® daher fest zu meinem Werkzeugkoffer.

Das Bild für eines meiner Mottoziele ist ein Segelboot. Kein so romantisches auf ruhiger See. Nein, viel mehr eines in Action, mit aufgeblähten Segeln, Gischt und ordentlich Schräglage. Dass ich das dann auch gleich im wahren Leben erleben durfte, das war eines meiner Highlights in 2020.

Zwischenstopp zum Fischbrötchen essen.

Schiff, Schiff, Schiff und n‘ Brücke

Frau kann wirklich nie genug Schiff haben und doch hab ich immer viel zu wenig. 2020 hatte immerhin echte Highlights für mich vorgesehen. Ich vermute als Entschädigung für den nicht stattgefunden Hafengeburtstag, denn der geht definitiv nicht online.

HMM Algeciras
400 Meter schwimmen Stahl lassen sogar mich morgens um 4 Uhr aus dem Bett fallen. Die HMM Algeciras, das derzeit (zumindest am 07.06.2020), größte Containerschiff besucht zum ersten Mal Hamburg und natürlich MUSS ich da dabei sein.

Peking – willkommen zu Hause.
Es ist immer wieder witzig. Auch nach 12 Jahren habe ich es nicht auf dem Zettel, dass es in Hamburg mehr so verrückte Leute gibt wie mich. Menschen die Schiffsankünfte im Kalender stehen haben und bei Wind und Wetter an der Elbe stehen. Gut, dass ich dran erinnert wurde und daher rechtzeitig ein Plätzchen an der Überseebrücke eingenommen hatte. Schönstes Wetterchen hat die Peking außerdem für ihre Heimkehr organisiert und überhaupt war es eine schöne Stimmung, fast wie ein kleiner Hafengeburtstag.
Es kam dann sogar noch besser, denn Andrea hatte uns außerdem allerbeste Aussicht von der Elphi reserviert. Besser gehts echt nicht. (Foto fehlt noch)

Segeln
Wer ein Mottoziel mit Segelboot hat, der muss auch segeln. Schon als Kind habe ich es geliebt, aber zum Segelschein habe ich es auch nach 12 Jahren Hamburg nicht geschafft. Dies Mal ging es zum Frischbrötchenessen nach Laboe. Danke Holger, es war ein großartiger Tag.

Containerbrücke 
Ich hatte es beinahe schon persönlich genommen. Sechs Containerbrücken waren es. Bei fünf Brücken hat es nicht geklappt, weil die Ladys mal eben spontan die Reisezeiten verändert und sich dann still und heimlich, wenn ich absolut nicht konnte, in den Hafen geschmuggelt haben. Bei der Letzten hat es dann ENDLICH geklappt. Danke Knut, für dein auf dem Laufenden halten. 

10 Jahre danach – I am the Hypnotist

Wenn ich in diesem Jahr etwas NICHT geplant habe, dann das: eine Hypnoseausbildung zu machen. Warum ich es doch gemacht habe? Mir war danach oder auch 100% Bauchgefühl. 

Eigentlich habe ich nur aus Langeweile oder als VPS (Verpisserstrategie) an einem Webinar von Alexander Hartmann teilgenommen. Ich mag ihn und finde gut was und wie er die Dinge tut. Ich wollte einfach nur einen Abend mit netter Unterhaltung genießen. 

Am Ende des Seminars gab es eine glasklare Ansage in meinem Inneren: Buchen! Diverseste Stimmen der Vernunft (und davon gab es reichlich) es nicht zu tun rannten gegen eine Mauer. Wie heißt es so schön: Wenn das Herz etwas beschlossen hat, kann der Kopf gleich einpacken. Ja genau.

Ich war also in Köln bei Alex und hab gelernt wie man hypnotisiert. Zusammenfassend zur Ausbildung kann ich sagen: „Sehr, sehr gut“. 😂

Ich habe Feuer gefangen, bin selbst wohl am meisten darüber erstaunt und weiß, das ist genau mein Ding. Witzigerweise hat mich Facebook am Tag danach daran erinnert, dass ich 10 Jahre zuvor bei Nikolaus B. Enkelmann meine erste Hypnose Weiterbildung gemacht habe. Danach war ich auch megabeeindruckt allerdings eher im Sinne der Faszination weniger, dass ich mir das selber zugetraut hätte. Bei Alex steht Machen an erster Stelle und ohne viel Hokuspokus aber mit viel Respekt hat er mir die Hemmung genommen und jetzt wird hypnotisiert. Also wenn jemand will… nicht, dass ihr nachher sagt, ich hätte ja nichts gesagt.

Wie schon bei Suzanne habe ich mich auch dieses Mal gefragt, ist diese Form von Seminar vielleicht auch meines? Ich wusste ja nicht, was noch kommen sollte. 😉

Die zweite Runde ICHgerecht Kompass. YEAH!

Es lief ungefähr so

Kopf: Ich kann nicht mehr, ich brauch n’ Pause. 
Bauch: Nix da, jetzt ist nicht die Zeit für Pause.
Kopf: Ich kann so unmöglich noch einen Kurs durchhalten. Auf keinen Fall.
Bauch: Doch! 
Bauch nochmal: Basta!
Kopf: Na gut. 

Mein Innerstes

Der zweite ICHgerecht Kompass ging also an den Start. Noch intensiver und tiefgehender als der erste Durchgang ergründeten wir die vier Arten des in der Welt seins nach Riemann. Wir steckten Heimatgebiete ab, lösten sie wieder auf, entdeckten Neues und Altes wieder neu. Immer mit dem Bestreben sich selbst besser zu verstehen, das eigene Handeln zu ergründen und nicht zuletzt natürlich auch der Wunsch Andere besser einschätzen zu können. 

Auch ich lerne immer wieder dazu, gewinne neue, noch tiefere Erkenntnisse und bin auch nach über 25 Jahren fasziniert von dieser Sache zwischen Fritz und mir. Auch was den Kurs betrifft, habe ich ein paar Entscheidungen getroffen und so wird es für den nächsten Start im Februar ein paar Änderungen geben. Wenn du mehr wissen willst, trag dich ein für die anstehenden Infos.

Ein Dank an dieser Stelle an meine wunderbaren Teilnehmerinnen, die sich auf diesen spannenden und tiefgehenden Prozess eingelassen haben. 😘

Für mich auch wieder ein Beweis, dass online keineswegs oberflächlich bedeutet. Dass da noch sehr viel mehr geht, das sollte ich eine Woche später erleben.


Was nun kommen sollte, ist viel zu groß für Worte. Und wie zum Teufel soll man überhaupt schreiben, wenn man schon beim Gedanken daran wieder losheulen muss. Auch ist es mir zu persönlich, um es diesem Internetz anzuvertrauen, aber ich will versuchen, meine Begeisterung und vor allem meine Dankbarkeit in ein paar Zeilen zu verpacken.


Unleash the Power within (UPW) – 4 Tage mit Tony Robbins 

12.000 Teilnehmende aus 139 Ländern wachsen zusammen.

Life will never be the same.“ Ich will ehrlich sein, ich hatte diesen Slogan als plumpen Werbespruch abgetan. Auch war mein Energiehaushalt so im Keller, dass ich mich nicht einmal auf dieses anstehende Wochenende freute. Erst als ein Tag vorher mein Swag-Bag kam, stellte sich Neugier und leichte Aufgeregtheit ein. Es kam allerdings auch sowas wie Angst in mir auf, ich bin ja eigentlich nicht der Typ für „solche“ Veranstaltungen. Ich finde die Bücher von Tony großartig, ich hatte mir Videos angesehen und dachte, zu wissen, worauf ich mich da eingelassen hatte. 😂 

Welch großes Glück, dass ich es nicht einmal im Traum hätte erahnen können. Niemals hätte ich mich angemeldet. Niemals!

Das erste Mal geheult wie ein Schlosshund habe ich nach 65 Minuten, das war mein erster Durchbruch und ich wusste, es ist kein Slogan. „Life will never be the same“ ist ein VERSPRECHEN. Ich entschied mich also dafür, mich einzulassen, wie verrückt und mir fremd es auch werden würde. Oft genug in diesem Jahr hatte ich meine Teilnehmenden um einen Vertrauensvorschuss gebeten und war mir sicher, es wird gut. Nun war ich dran, mich einzulassen. 

Wirklich jeder Trainingsregel trotzend endeten wir am ersten Tag nach 13 Stunden und 45 Minuten, von denen 30 Minuten Pause waren. Ich war fertisch! Keine Ahnung wie Tony es schafft, so lange die Energie aufrecht zu halten und beinahe durchgehend zu quatschen. Statemanagement habe ich heute erlebt und wirklich verstanden. 

Vier Tage lang ging das so. Vier Tage habe ich erleben dürfen, wie NLP gelebt aussehen kann, wie Menschen und ganze Länder verschmelzen, wie Glaubenssätze mit viel Spaß zum Teufel gejagt werden (ich muss immer noch lachen, wenn ich an meinen denke), wie vermeintliche Grenzen und Unterschiede einfach nicht mehr sind und dass Wirksamkeit wahrlich kein Stoffwechseln im selben Raum braucht. 

  • 4 Tage (Tony-Tage, wie sie intern genannt werden weil sie mit normalen Seminartagen wirklich NICHTS gemein haben)
  • 56 Seminar-Stunden online
  • 76 Seiten und eine Pinnwand voll Notizen
  • 45.876 Schritte (kein Scherz!)
  • 1 durchbrochenes Brett
  • 1 Erkenntnis dass es an der Zeit ist sich zu entscheiden.
  • Unzählig vergossene Tränen

Danke!

Sketchnote Barcamps

Gleich zwei in diesem Jahr. Das erste im Frühjahr und jetzt noch einmal in der Weihnachtsedition. Es war wieder wunderbar dieses eintauchen in eine kreative, leichte und inspirierende Gemeinschaft. Vom wunderbaren fachlichen Austausch, allerfeinstem Schnack und sich vor lauter Lachen eine Träne aus dem Auge wischen, es war wieder alles dabei. Danke an das gesamte Orgateam.

Jetzt finde ich Corona zum ersten Mal richtig sch… 

Keine Ahnung wann das passiert ist. Eben klingelte gerade erst das Telefon „Sie ist da“ und war noch so winzig und jetzt wird sie plötzlich 18 Jahre alt. 

Und ich, Gode dieses wunderbaren Kindes, bin nicht da. Zwar war es noch der Lockdown light, da ich aber noch mitten im Trainingsgeschehen stehe, ist es mir die Reise für alle Beteiligten zu riskant. Der Paketbote und ZOOM müssen also wieder einmal ran. Schade.

Auch hier nochmal ALLES, ALLES GUTE für dich Süße.

Das war mein Jahresrückblick 2020

Heute, wenn ich das schreibe, ist der 26.12.2020 und merkwürdigerweise habe ich überhaupt nicht das Gefühl, dass das etwas zu Ende geht. Obwohl im Außen gerade einige Dinge ihren Abschluss finden oder gefunden haben, in mir schlummert etwas von… das war es noch nicht… da kommt noch was. 

Ob das dicke Ende tatsächlich noch kommt oder ich gedanklich einfach schon so bei dem Neuen bin, dass das Alte längst Schnee von gestern ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall freue ich mich auf das, was kommt. Und dass was kommt, dafür sorgt meine bereits angedeutete Unzufriedenheit bezüglich 2020.

Zur Jahresmitte hat sie sich schon abgezeichnet, diese nörgelnde innere Stimme die säuselt „Da läuft etwas gewaltig schief“. Ich konnte sie deutlich hören aber den Frachter zurück in die Fahrrinne steuern, das ist mir nicht mehr gelungen.

Auch das Wochenende mit Tony zeigte es mir ganz unverblümt: schief, schief, schief. Oder auch „Thema verfehlt. Setzen. Sechs.“ Mein Jahresmotto 2020 in Vorbereitung auf diesen Artikel nochmal zu lesen… Autsch. Das mit dem „BINGO“ ging aber sowas von schief. Meine Begeisterungsfähigkeit und meine „Wollen wir ja mal sehen-Energie“ hatten mir wohl Erfolge beschert mich aber auch auf die für mich falsche Fährte gelockt. *gmpfl*

Was soll das Drumherum Gerede Britta, nenn das Kind beim Namen: 

  • Auch 2020 kein Buch!
  • Nur ein Visualisierungstraining.
  • Immerhin, ein zweiter Durchlauf ICHgerecht Kompass.
  • Geschrieben? Wenig!
  • Gezeichnet? Immerhin die Weihnachtskarten waren selbst gemalt.
  • Das schlimme daran ist nicht das Gefühl, Ziele nicht erreicht zu haben, sondern viel mehr das Gefühl, die eigenen Bedürfnisse verraten zu haben. 

2021

Noch gibt es nur ein Arbeitsmotto, noch nicht spruchreif aber die Richtung steht. Klarer, präziser, mehr auf den Punkt als ein „BINGO“. Mehr dazu, wenn ich es gecheckt und die Umsetzung gesichert habe.

Was aber schon sicher ist: ich habe einiges angezettelt und mir Unterstützung geholt! 
Es hat natürlich mit dem Schreiben zu tun. Denn immer mehr wird mir deutlich, dass Schreiben genau so zu mir gehört wie Zeichnen. Als Support von außen habe ich mir das Jahresprogramm bei Tom Oberbichler geschenkt, den „Mission Bestseller Club“. Ich glaube, Tom sagt auch mal, was Sache ist, und das brauche ich, wenn das mit meinem Buch je etwas werden soll. 

Auch gibt es eine konkrete Idee in Sachen Fritz und ich. So lange ich den genauen Rahmen nicht kenne, müsst ihr noch aushalten – Anfang Januar mehr dazu. Ist ja schon bald.

Was sonst noch anders wird – betrachtet das gerne als öffentliches Commitment und nagelt mich auch gerne darauf fest – dann demnächst in diesem Programm. Jetzt muss dieser Jahresrückblick ein Ende finden, ich will endlich auf 2021 schauen. Ich habe genug von diesem merkwürdigen 2020 von dem ich auch nach 21.589 Zeichen nicht weiß, wie ich es finden soll.

Hab einen wunderbaren Jahresausklang. Komm gut in ein jetzt aber wirklich großartiges neues Jahr und wenn du mehr über mein 2021 erfahren möchtest dann sicher dir am besten gleich den Platz in der ersten Reihe, denn ab 2021 gibt es endlich einen Newsletter. Regelmäßig und zuverlässig. Versprochen!

Gruß und Kuss

Deine Britta

Katze Yuki blockiert die Tastatur und die Maus
Unter diesen Bedingungen versuche ich gerade den Jahresrückblick 2020 zu Ende zu bringen. Nicht ganz einfach.

5 Gründe für das Riemann-Thomann-Modell

5-Gründe-für-das-Riemann-Thomann-Modell

5 Gründe mit dem Riemann-Thomann Persönlichkeitsmodell zu arbeiten

Wer mich kennt weiß, ich liebe das Riemann-Thomann-Modell. Genauer gesagt, ich liebe Fritz Riemann und sein Werk „Grundformen der Angst“. Es ist wohl das am häufigsten gelesene Buch in meinem Regal und ich habe mir gerade neulich nochmal eine neue gebundene Ausgabe gegönnt. Warum ich mich seit über 25 Jahren mit diesem Modell beschäftige, was mich immer wieder begeistert und warum ich es für unverzichtbar halte, verrate ich dir in diesem Artikel.

1. Das Modell ist leicht verständlich.

Die Grundstruktur des Riemann-Thomann-Modells ist schnell erklärt, es braucht nicht mehr als ein paar Minuten und wird genau so schnell verstanden.

Es ist wie mit einem Messer. Es ist wahrlich eine Kunst, wie Meisterköch*innen innerhalb kürzester Zeit Gemüse schnippeln. Ruck Zuck ist die Zwiebel klitzeklein, die Finger noch dran und die Augen hatten nicht einmal Zeit zu weinen. Mit demselben Messer kann ich mir, als absoluter Laie, aber auch einen Apfel in Häppchen schneiden. Schmeckt und stillt den Hunger.

So mache das zum Einstieg mit Riemann auch. Bezogen auf die Situation die wir im Coaching gerade am Wickel haben, erkläre ich das Modell in wenigen Sätzen. Und es dauert nicht lang, da leuchten die Augen meines Gegenübers dicht gefolgt von einem „Ach so!“.

Zu Beginn brauchen wir nämlich noch nicht die Fingerfertigkeit der Meisterin/des Meisters, Häppchen schneiden reicht erstmal völlig aus. Der Rest kommt dann Stück für Stück. 

 

2. Das Riemann-Thomann-Modell ist schnell im Alltag um- und einsetzbar.

Was man schnell versteht, das kann man auch schnell anwenden. Das ist mir besonders wichtig. Denn was nutzt mir das Wissen um ein Modell, wenn ich es im Alltag nicht anwenden kann? Nix!

Wenn wir in der Situation erkennen, dass das was geschieht, guten Gründen folgt, quasi gar nicht anders kann als genau so zu laufen, dann können wir viel leichter loslassen und uns neu orientieren. Erst dann sind wir handlungsfähig und haben die Wahl.

Ein Beispiel, ein Klassiker:
X geht uns gehörig mit seinem Verhalten Y auf den Senkel. Weil X das immer so macht, wir das gar nicht verstehen können, sind wir genervt und haben sowas von keine Lust mehr. Kennst du? Ich auch.

Wenn wir uns X, uns und das Verhalten durch die Riemann-Brille ansehen, dann verstehen wir unter Umständen gleich mehrere Dinge auf einmal. 

  • Warum X so handelt – das Motiv/Bedürfnis dahinter
  • Was unser Bedürfnis/Wunsch wäre, wird uns bewusster
  • Warum uns das Verhalten von X so sehr nervt – welche Knöpfe da in uns gedrückt werden.

Ohne diese zusätzlichen Informationen ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir blind unserem gewohnten Verhaltensmuster folgen ziemlich groß. Jetzt aber wissen wir mehr und haben die Wahl.

  • Wir können das Bedürfnis von X stillen, weil wir hinter die Fassade gesehen haben, und es vielleicht nicht mehr sooo nervig ist.
  • Wir könnten aber auch erkennen, was die Situation mit UNS macht, und vielleicht stellen wir dabei fest, dass es gar nicht um X geht, sondern der arme Kerl nur der Auslöser für Z ist.
  • Es ist und bleibt doof, wir sprechen es an. Nicht mehr im Sinne von „Du blöder X machst immer Y und das nervt“ sondern mit dem Bewusstsein der dahinterliegenden Muster und damit mit der Ruhe für passendere Worte.

 

3. Riemann ist flexibel wie ein Schweitzer Taschenmesser

Wofür man das Modell nutzen kann? Ich behaupte ja gerne, für alles! Oder wie ich zu sagen pflege:

Ein Leben ohne Riemann ist möglich, aber sinnlos.

Überall da wo es um Menschen geht, ist es meiner Meinung nach auch hilfreich zu verstehen, welche Denk- und Verhaltensmuster sich in uns abspielen. Klammern wir diese aus, kommen wir nicht wirklich weit. Riemann läuft bei mir daher wie ein Betriebssystem immer mit, ich denke nicht mehr bewusst drüber nach. Kommt eine Situation, die mich aufmerken lässt, dann hole ich es gegebenenfalls kurz vor und schaue, ob es mich gerade einen Schritt weiterbringen kann.

Mögliche und typische Anwendungsfelder: 

  • Konflikte
  • Krisen
  • Entscheidungen
  • Teamdynamiken
  • Teamrollen
  • Stärken- und Schwächenanalyse
  • Nervige Verhaltensmuster (unsere eigenen wohlgemerkt)
  • Arbeitsmethoden und -weisen
  • Führungsverhalten
  • Veränderungsprozesse

Immer dann wenn wir mehr über eine Situation oder Verhalten erfahren möchten.

 

4. Riemann ist für alle da.

Es ist schnell, leicht zu verstehen und vielseitig, kein Wunder, dass das Riemann-Thomann-Modell entsprechend weit verbreitet ist. Riemanns Buch „Grundformen der Angst“ ist aktuell in der 44. Auflage erschienen und ist in vielen Haushalten und Praxen zu finden.

Ob Coaching, Therapie, Mediation, Training, Mitarbeiterführung, überall wo Menschen mit Menschen arbeiten ist es hilfreich. Und auch im privaten Kontext, da wo wir uns selbst und unsere Lieben besser verstehen wollen, wir auf der Suche nach unserem selbst sind, kann uns das Modell wirklich weiterbringen.

 

5. Riemann führt uns über Verhaltensebenen hinaus.

Meinen persönlichen Knaller habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Das ist auch das Geheimnis, weswegen Riemann für mich unschlagbar ist und vermutlich auch bleiben wird denn…

Wir sind nicht, wir verhalten uns!

Viele Modelle arbeiten überwiegend mit der Verhaltensebene. Für meinen Geschmack ist das zu kurz gesprungen. Andere nehmen Werte hinzu, schon sehr viel besser – damit arbeite ich gerne.

Ein Blick durch die Riemann-Brille verrät mir neben Verhalten und Werten auch, warum die Dinge so sind, wie sie sind. Hier wird es für mich erst richtig interessant, denn hinter jedem Verhalten steckt ein WARUM (unsere eigentliche Absicht) und das ist oft wichtiger als das WAS.

Wir sind nicht unser Verhalten! Und nicht immer ist unser Verhalten unserer eigentlichen Absicht dienlich. Daher finde ich wichtig, uns die Absicht hinter unserem Verhalten (den eigentlichen Kern) bewusst zu machen, um beurteilen und gegebenenfalls neu entscheiden zu können, welches Verhalten uns zum Ziel führt.

 

Und deswegen liebe ich Riemann! Klein, fein und doch unendlich tief und maximal spannend!

Findest du auch? Dann hör doch mal beim Podcast rein oder spring gleich rüber zum ICHgerecht Kompass

 

 

Und sollte es dich richtig gepackt haben, dann sei doch einfach beim nächsten ICHgerecht Kompass mit dabei. Der Onlinekurs, um zu werden, wer du (auch) bist.

 

Monatsrückblick April & Mai 2020

Britta Ludwig mit Snutenpullie

Monatsrückblick April & Mai 2020
Achterbahn für Fortgeschrittene

Warum denn gleich zwei Monate? Im April hatte ich schlichtweg keine Lust auf einen Monatsrückblick. Da schien mir nichts drin zu sein, auf das sich ein Rückblick gelohnt hätte. Zumindest nichts, auf das ich zurückblicken wollte! Kaffeemaschine kaputt inkl. 3 Wochen Hin und Her wegen Ersatzteil. Spülmaschine kaputt, bis heute. Einstürzende Neubauten Konzert abgesagt, bzw. verschoben. Besuch am Meer gestrichen. Und dann wäre da ja noch dieses Corona und jede Menge Stress. Alles in allem, es ruckelte an allen Enden und das war nervig!

Jetzt ist Juni – wo war eigentlich der Mai so schnell hin? Rückblickend auf zwei Monate relativiert sich das ausgeprägte *grmpfl* zu einem „ganz OK“ und manchmal sogar zu einem echten „BINGO“.

Der April & Mai im Monatsrückblick:

Ostergekritzel

Gegen den Coronafrust und gegen Ostern allein zu Haus habe ich spontan und kurzfristig das Ostergekritzel ausgerufen. Was ist ein Ostergekritzel? Es ist Ostern und man kritzelt! Osterhasen natürlich auch, Schafe waren auch dabei aber auch so Klassiker wie Hände und so. Das war witzig und hat vor allem wieder gezeigt, man kann auch online gemeinsam zeichnen und dabei Spaß haben. Still und heimlich war das auch mein persönliches Warm-Up für eine anstehende Premiere.

Visualisierung und Flipchartgestaltung für Trainer*innen – Online!

Dass es geht, wusste ich ja schon aus dem Test im letzten Jahr, da hatte ich in einem Workshop Flipchartschrift online ausprobiert. Das Ostergekritzel hat es außerdem bewiesen. Dennoch… zwei ganze Tage… wie das wohl wird?

Meine größte Sorge, eigentlich waren es zwei Sorgen, ich kann nicht eben mal gefühlte 100 kg Material zum Austoben anschleppen. Dieser Ball lag bei den Teilnehmenden und außerhalb meines Einflusses. Nicht schön. Die zweite Sorge: Ich seh’ nicht, was die Teilnehmenden so zaubern. Also immer nur kurz, wenn sie ihre Werke in die Kamera halten. Aber ich kann nicht wie sonst durch die Reihen schlendern, Loben, Tipps geben und… meine Neugier stillen. Ich war also gespannt.

Das Fazit war recht langweilig, weil zu erwarten: Es geht! Sehr gut sogar! 🎉 Es sind super Flipcharts entstanden! Die ich im übrigen auch nicht eben mal fotografieren konnte, euch damit also auch nicht zeigen kann. Wie schade. Ihr habt etwas verpasst. Zeige ich euch eben meine Co-Trainerin bei der Arbeit. 

12. Jahre Hamburg und der traurigste Hafengeburtstag ever.

Mein Hamburg-Geburtstag ist beinahe wichtiger als mein Geburtstag. Was ein Hamburg-Geburtstag ist? Der Tag, an dem ich endlich „nach Hause“ kam und St. Pauli daheim wurde. Das ist nun 12 Jahre her und ich weiß mal wieder nicht, wo die Zeit geblieben ist.

In diesem Jahr war mein Tag eher ein Trauerspiel. Also der Tag selbst war witzig, ich habe mit einer Freundin zusammen abendgegessen – online natürlich. Aber alles in allem… geht so. Das lag vor allem daran, dass der Hafengeburtstag (der Hafen und ich feiern immer gemeinsam unseren großen Tag) abgesagt wurde, bzw. wie der Rest des Lebens virtuell stattfand.

Erkenntnis, es geht alles online außer Hafengeburtstag! Für mich hieß das weder Schiffe gucken, kein Open Ship, kein Feuerwerk und kein Schlepperballett. Wenn du dich fragst, was daran sooo schlimm ist, dann kennst du mich sicher noch nicht so gut. Es war sehr schlimm, vor allem traurig. Ich hab mir jetzt schon 2021 geblockt und werde jeden einzelnen Tag von morgens bis abends an der Elbe und sofern möglich, an Bord eines Schiffes verbringen. Jawohl! Das muss nachgeholt werden.

Performance Power – die Stunde der Wahrheit

Man… war das ein Tag. Nach 9 Wochen zum ersten Mal wieder ein Training vor Ort. Zwar nicht mit Umarmen aber immerhin ohne Mattscheibe dazwischen. Ich war richtig hibbelig bei all der Vorfreude. Schließlich hatten wir zwei sehr intensive und besondere Monate miteinander verbracht, einige der Teilnehmenden hatte ich erst einmal zuvor gesehen, andere noch nie.

Das führte bei den Vorbereitungen erst einmal dazu, dass ich auf dem Flipchart eskaliert bin. Nicht, dass ich sooo viele Charts gebraucht hätte aber, ich war einfach nicht zu bremsen. Online war das irgendwie eher verhalten bei mir. Ich glaub, es lag am Platz. So sitzend und beengt und immer muss ja alles in den Bildausschnitt passen… da kann man nicht mal hier, mal da… also ich in meinen Räumlichkeiten zumindest nicht. Nur so konnte ich mir das erklären. Jetzt konnte ich wieder und ich tat!

Und dann hagelte es Premieren. Seit 2 Monaten zum ersten Mal S-Bahn fahren. Die erste Bahn hab ich gleich einmal verpasst. Na bravo. Vor der S-Bahn kam aber noch ein witziger Moment, nach all der Zeit habe ich zum ersten Mal drüber nachgedacht, welche Schuhe ich anziehen soll. Eigentlich habe ich gar keinen Schuhtick, aber nur in die Sneaker springen wie die Wochen zuvor – nee! Meine derzeitigen Lieblinge machten das Rennen.

Und dann bloß nicht die Flipcharts vergessen. Hach… war das alles aufregend… und schön.

Und dann der Moment der Wahrheit – kann man online lernen, was offline so facettenreich ist wie die Rolle einer Trainerin, eines Trainers? Lässt sich online Offline-Training lehren und lernen? Ich hatte in all den Wochen nie ernsthaft daran gezweifelt aber wirklich wissen… das sollte sich heute herausstellen.

Was soll ich sagen? Es geht! Es geht sogar ganz wunderbar. Wir hatten einen großartigen Tag mit beeindruckenden Performances und ich mit einigen Momenten maximaler Ergriffenheit. Hammer! Oberhammer! Ich hätte euch geküsst, wenn ich denn gedurft hätte.

Bitte blättern für die Schuhe der Wahl, die frisch genähten Snutenpullies und die Großaufnahme eskalierender Flipchachrts, Marker und Pinnwände.

Ich will jetzt nicht so weit gehen, Corona zu danken, und doch gab oder gibt es einige Ereignisse die ganz anders gelaufen wären. Vielleicht schöner, vielleicht nur anders, sicher aber nicht so intensiv und außergewöhnlich. Für mich und meine Arbeit wird es auf jeden Fall bleibende Veränderungen geben. Mein Wertehaushalt kam ordentlich in Wallungen und da will ich unbedingt noch einmal ran.

Mal sehen, was der Juni so im Gepäck hat.

Was bedeutet eigentlich Selbstreflexion?

Herr Pöppel schaut in den Spiegel – Selbstreflexion

Was bedeutet eigentlich Selbstreflexion?

Und warum ist sie so wichtig für ein zufriedenes Leben?

Selbstreflexion ist die Sicht auf sich selbst. Sie beschreibt die Fähigkeit, sich von außen zu betrachten. Anders gesagt, sich beim Denken, Fühlen und Handeln zu beobachten und zu reflektieren was weshalb geschieht.

Bei Wikipedia klingt das so: „Selbstreflexion bezeichnet die Tätigkeit, über sich selbst nachzudenken. Das bedeutet, sein Denken, Fühlen und Handeln zu analysieren und zu hinterfragen mit dem Ziel, mehr über sich selbst herauszufinden. Dabei können wir uns nicht nur selbst als individuelle Person hinterfragen, sondern auch als Teil eines Systems, zum Beispiel als Teil einer Familie oder eines Teams.“

Selbstreflexion – Warum denn das?

Selbstreflexion ist die Basis für unser persönliches Wachstum. Um besser zu werden in dem was wir tun, für jede Form der Leistungssteigerung.

Wenn du mich kennst, weißt du bereits, dass es mir nie (ach… dieses „nie“ werde ich auch mal wieder reflektieren. Ist es wirklich nie?) um höher, schneller, weiter geht. Mir geht es viel mehr um Zufriedenheit. Um Spaß, Freude und Glück. Ich hasse es, Dinge zu tun, die mir keinen Spaß machen. Wie ist das bei dir?

Und genau dafür brauchen wir Selbstreflexion! Wie sollen wir Zufriedenheit erreichen, wenn wir gar nicht wissen, was uns wirklich zufrieden macht? Die Betonung liegt hier auf wirklich, denn die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen. Es sei denn, du bist schon sehr selbstreflektiert. 

Selbstreflexion und Zufriedenheit – wie jetzt?

Wir leben in einer sehr fremdbestimmten Welt. Ständig will jemand was von uns und sei es nur unsere Aufmerksamkeit. Wir gehen schlichtweg verloren, wenn wir nicht einen eigenen Kompass in uns tragen, der uns immer wieder auf unseren eigenen Weg führt.

Selbstreflexion ist dein innerer Kompass für mehr Zufriedenheit.

Wir tun also gut daran, uns selbst möglichst gut zu kennen, um überhaupt zu wissen, wo unsere Zufriedenheit zu finden ist. Sonst jagen wir den Zielen anderer hinterher und fragen uns am Abend, was war denn das? Noch schlimmer, wessen Leben habe ich da eigentlich gelebt? Und selbst wenn wir uns diese unbequemen Fragen einfach nicht stellen, es bleibt das schale Gefühl der Leere und Unzufriedenheit. Also meins ist das nicht. Deins?

Ist das harte Arbeit oder Spaß? Was ist der Lohn?

Für mich eindeutig Spaß. Ich bin aber auch ein sehr neugieriger Mensch und die Frage, warum die Dinge so sind, wie sie sind, ob es vielleicht auch ganz anders sein könnte, dem kann ich stundenlang nachgehen. OK, ich bin ein Dickkopf und akzeptiere nur ungern etwas, was angeblich so ist. Mein inneres „Das wollen wir ja mal sehen“, scheint fest in meiner DNA verankert zu sein. Wie ist das bei dir, akzeptierst du schnell vermeintliche Fakten oder rüttelst du gerne mal an unveränderbarem?

Selbst wenn du nicht so schrecklich neugierig bist wie ich, ich bleibe dabei, es macht Spaß. Du kannst so viele spannende und neue Dinge über dich entdecken. Eine Erkenntnis wird die andere jagen und dann… ja dann kommt das Allerbeste: Selbststeuerung und Selbstwirksamkeit.

Du erkennst, warum du immer wieder dieselben merkwürdigen Erfahrungen machst. Warum du ständig in dieselben Stolperfallen und Fettnäpfchen trittst. Wie andere mit Präzision deine wunden Punkte treffen und dir nichts anderes bleibt, als in die Luft zu gehen. Und so banal es klingt, du erkennst immer mehr, was dir wirklich wichtig ist und vor allem wie die Dinge sein müssen, damit du zufrieden bist. Dabei ist das WIE meist viel wichtiger als das WAS. Wir können nämlich sehr happy sein, selbst bei ganz blöden Dingen, wenn denn die Umstände richtig gut zu uns passen.

Nur wer sich selbst gut kennt, um die eigenen Vorlieben, Verhaltensweisen, Stärken und Schwächen weiß, kann sein Verhalten objektiv wahrnehmen, analysieren und letztendlich auch verändern. 

Risiken und Nebenwirkungen der Selbstreflexion

Nach dem flammenden Plädoyer für die Innenschau, ja sie hat auch Schattenseiten. Immer dann, wenn wir zu kritisch mit uns sind und den Maßstab Zufriedenheit mit dem der Leistungssteigerung verwechseln. Dann sind wir schnell auf dem Holzweg.

Selbstreflexion sollte immer dem Kennenlernen unseres Selbst dienen!

Sie ist keine Aufforderung zur ständigen Fehlersuche, dem Streben nach Perfektion und erst Recht nicht die Einladung, die Schuld immer in uns selbst zu suchen.

Sie ist viel mehr die objektive, mit der Neugier eines Kindes, Betrachtung unserer Denk- und Verhaltensmuster. Gepaart mit der Frage, ginge es eigentlich auch anders – wenn ich denn wollte? Ist es, so wie es ist, gut? Macht es mich happy? Bin ich zufrieden?

Ich liebe sie – Reflexionsfragen

Ich gestehe, ich habe sie schon in der Schule geliebt: „Meine Freunde“, „Meine Schulklasse“ und wie sie alle hießen. Poesiealben, nee die waren nicht so meins. Zu viel Geschwurbel, Klugschiss und Fremdbestimmung. Aber Fragen wie: Was ist deine Lieblingsfarbe, Lieblingsessen, bester Freund, was würdest mitnehmen wenn…  Hach die waren toll und vor allem waren sie spannend.

Klar, Kinderkram. Vermutlich hat sich auch niemand tiefsinnigere Gedanken dabei gemacht außer schöne Erinnerungen zu schaffen. Wobei die schon sehr schön und vor allem witzig sind. Ich habe meine Bücher übrigens noch und du?

Vielleicht ist es aber gar nicht so ein Kinderkram sich der ultimativen Lieblingsfarbe bewusst zu sein. Zu wissen, welches die eine Farbe ist, das hat durchaus Vorteile. Sagen wir, ich habe einen wichtigen Termin und bin etwas nervös. Dann kann das Lieblingsheißgetränk aus der Lieblingstasse mit der Lieblingsfarbe schon etwas in mir bewirken. Das Shirt (also die Farbe) welches ich trage, lässt mich gleich viel selbstbewusster fühlen und die Vorstellung alles so schön… bitte Farbe deiner Wahl einsetzen… tut der Seele auch ganz gut.

Trotzdem Kinderkram? Kein Problem, widme dich einfach den richtig fetten Fragen!

  • Was bleibt, wenn du gehst?
  • Wann fängt Dein Leben an?
  • Was macht Dir mehr Angst: Freiheit oder Sicherheit?

Das sind einige Beispiele der Erinnerungsguerilla. Eine Aktion, die ich ganz großartig finde. An meinem Kühlschrank klebt zum Beispiel „Is this your life?“, eine Frage, die für mich nie an Aktualität verliert. In diesem Sinne…

Is this your life?

Dieser Artikel ist der Auftakt zu einer Reihe meiner Lieblingsfragen. Wenn du Lust hast, dich selber besser kennenzulernen dann folge mir doch einfach bei Facebook oder Instagram, dort wird es bald mehr dieser schönen, ja auch manchmal unbequemen Fragen geben.