Was bedeutet eigentlich Selbstreflexion?

Herr Pöppel schaut in den Spiegel – Selbstreflexion

Was bedeutet eigentlich Selbstreflexion?

Und warum ist sie so wichtig für ein zufriedenes Leben?

Selbstreflexion ist die Sicht auf sich selbst. Sie beschreibt die Fähigkeit, sich von außen zu betrachten. Anders gesagt, sich beim Denken, Fühlen und Handeln zu beobachten und zu reflektieren was weshalb geschieht.

Bei Wikipedia klingt das so: „Selbstreflexion bezeichnet die Tätigkeit, über sich selbst nachzudenken. Das bedeutet, sein Denken, Fühlen und Handeln zu analysieren und zu hinterfragen mit dem Ziel, mehr über sich selbst herauszufinden. Dabei können wir uns nicht nur selbst als individuelle Person hinterfragen, sondern auch als Teil eines Systems, zum Beispiel als Teil einer Familie oder eines Teams.“

Selbstreflexion – Warum denn das?

Selbstreflexion ist die Basis für unser persönliches Wachstum. Um besser zu werden in dem was wir tun, für jede Form der Leistungssteigerung.

Wenn du mich kennst, weißt du bereits, dass es mir nie (ach… dieses „nie“ werde ich auch mal wieder reflektieren. Ist es wirklich nie?) um höher, schneller, weiter geht. Mir geht es viel mehr um Zufriedenheit. Um Spaß, Freude und Glück. Ich hasse es, Dinge zu tun, die mir keinen Spaß machen. Wie ist das bei dir?

Und genau dafür brauchen wir Selbstreflexion! Wie sollen wir Zufriedenheit erreichen, wenn wir gar nicht wissen, was uns wirklich zufrieden macht? Die Betonung liegt hier auf wirklich, denn die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen. Es sei denn, du bist schon sehr selbstreflektiert. 

Selbstreflexion und Zufriedenheit – wie jetzt?

Wir leben in einer sehr fremdbestimmten Welt. Ständig will jemand was von uns und sei es nur unsere Aufmerksamkeit. Wir gehen schlichtweg verloren, wenn wir nicht einen eigenen Kompass in uns tragen, der uns immer wieder auf unseren eigenen Weg führt.

Selbstreflexion ist dein innerer Kompass für mehr Zufriedenheit.

Wir tun also gut daran, uns selbst möglichst gut zu kennen, um überhaupt zu wissen, wo unsere Zufriedenheit zu finden ist. Sonst jagen wir den Zielen anderer hinterher und fragen uns am Abend, was war denn das? Noch schlimmer, wessen Leben habe ich da eigentlich gelebt? Und selbst wenn wir uns diese unbequemen Fragen einfach nicht stellen, es bleibt das schale Gefühl der Leere und Unzufriedenheit. Also meins ist das nicht. Deins?

Ist das harte Arbeit oder Spaß? Was ist der Lohn?

Für mich eindeutig Spaß. Ich bin aber auch ein sehr neugieriger Mensch und die Frage, warum die Dinge so sind, wie sie sind, ob es vielleicht auch ganz anders sein könnte, dem kann ich stundenlang nachgehen. OK, ich bin ein Dickkopf und akzeptiere nur ungern etwas, was angeblich so ist. Mein inneres „Das wollen wir ja mal sehen“, scheint fest in meiner DNA verankert zu sein. Wie ist das bei dir, akzeptierst du schnell vermeintliche Fakten oder rüttelst du gerne mal an unveränderbarem?

Selbst wenn du nicht so schrecklich neugierig bist wie ich, ich bleibe dabei, es macht Spaß. Du kannst so viele spannende und neue Dinge über dich entdecken. Eine Erkenntnis wird die andere jagen und dann… ja dann kommt das Allerbeste: Selbststeuerung und Selbstwirksamkeit.

Du erkennst, warum du immer wieder dieselben merkwürdigen Erfahrungen machst. Warum du ständig in dieselben Stolperfallen und Fettnäpfchen trittst. Wie andere mit Präzision deine wunden Punkte treffen und dir nichts anderes bleibt, als in die Luft zu gehen. Und so banal es klingt, du erkennst immer mehr, was dir wirklich wichtig ist und vor allem wie die Dinge sein müssen, damit du zufrieden bist. Dabei ist das WIE meist viel wichtiger als das WAS. Wir können nämlich sehr happy sein, selbst bei ganz blöden Dingen, wenn denn die Umstände richtig gut zu uns passen.

Nur wer sich selbst gut kennt, um die eigenen Vorlieben, Verhaltensweisen, Stärken und Schwächen weiß, kann sein Verhalten objektiv wahrnehmen, analysieren und letztendlich auch verändern. 

Risiken und Nebenwirkungen der Selbstreflexion

Nach dem flammenden Plädoyer für die Innenschau, ja sie hat auch Schattenseiten. Immer dann, wenn wir zu kritisch mit uns sind und den Maßstab Zufriedenheit mit dem der Leistungssteigerung verwechseln. Dann sind wir schnell auf dem Holzweg.

Selbstreflexion sollte immer dem Kennenlernen unseres Selbst dienen!

Sie ist keine Aufforderung zur ständigen Fehlersuche, dem Streben nach Perfektion und erst Recht nicht die Einladung, die Schuld immer in uns selbst zu suchen.

Sie ist viel mehr die objektive, mit der Neugier eines Kindes, Betrachtung unserer Denk- und Verhaltensmuster. Gepaart mit der Frage, ginge es eigentlich auch anders – wenn ich denn wollte? Ist es, so wie es ist, gut? Macht es mich happy? Bin ich zufrieden?

Ich liebe sie – Reflexionsfragen

Ich gestehe, ich habe sie schon in der Schule geliebt: „Meine Freunde“, „Meine Schulklasse“ und wie sie alle hießen. Poesiealben, nee die waren nicht so meins. Zu viel Geschwurbel, Klugschiss und Fremdbestimmung. Aber Fragen wie: Was ist deine Lieblingsfarbe, Lieblingsessen, bester Freund, was würdest mitnehmen wenn…  Hach die waren toll und vor allem waren sie spannend.

Klar, Kinderkram. Vermutlich hat sich auch niemand tiefsinnigere Gedanken dabei gemacht außer schöne Erinnerungen zu schaffen. Wobei die schon sehr schön und vor allem witzig sind. Ich habe meine Bücher übrigens noch und du?

Vielleicht ist es aber gar nicht so ein Kinderkram sich der ultimativen Lieblingsfarbe bewusst zu sein. Zu wissen, welches die eine Farbe ist, das hat durchaus Vorteile. Sagen wir, ich habe einen wichtigen Termin und bin etwas nervös. Dann kann das Lieblingsheißgetränk aus der Lieblingstasse mit der Lieblingsfarbe schon etwas in mir bewirken. Das Shirt (also die Farbe) welches ich trage, lässt mich gleich viel selbstbewusster fühlen und die Vorstellung alles so schön… bitte Farbe deiner Wahl einsetzen… tut der Seele auch ganz gut.

Trotzdem Kinderkram? Kein Problem, widme dich einfach den richtig fetten Fragen!

  • Was bleibt, wenn du gehst?
  • Wann fängt Dein Leben an?
  • Was macht Dir mehr Angst: Freiheit oder Sicherheit?

Das sind einige Beispiele der Erinnerungsguerilla. Eine Aktion, die ich ganz großartig finde. An meinem Kühlschrank klebt zum Beispiel „Is this your life?“, eine Frage, die für mich nie an Aktualität verliert. In diesem Sinne…

Is this your life?

Dieser Artikel ist der Auftakt zu einer Reihe meiner Lieblingsfragen. Wenn du Lust hast, dich selber besser kennenzulernen dann folge mir doch einfach bei Facebook oder Instagram, dort wird es bald mehr dieser schönen, ja auch manchmal unbequemen Fragen geben.

Monatsrückblick März 2020

Der März wird spannend, das war lange vorher schon klar. Mein Kalender war nicht nur proppenvoll, es standen auch jede Menge freudige und aufregende Ereignisse drin. Angefangen mit dem lang ersehnten Kinobesuch, einem überarbeiteten Flipchartseminar, einem Teambuilding und nach München sollte es auch wieder gehen. Sollte! Im März sollte so vieles – stattdessen kam Corona. Hier ein kleiner Ausschnitt eines revolutionären Monats – mein Monatsrückblick März 2020.

Ich weiß nicht mehr wann ich zum ersten Mal vom Coronavirus gehört habe aber ich erinnere mich noch gut an den Gedanken, dass das auch dieses Mal nichts mit mir zu tun haben wird. Alle Viren, die bisher so reingeschneit waren, gingen gänzlich unbemerkt an mir vorbei – so wird das auch dieses Mal. Dachte ich. Hm… ja… Nein!
Der März also…

Es lebe die Vorpremiere – Die Känguru-Chroniken.

Als bekennender Fan des Kängurus, ja ich gehöre zu den Nerds die beinahe jede Passage mitsprechen können, musste ich natürlich in die Vorpremiere. Was ein Glück. Da war Corona zwar auch schon da, aber alles war noch halb so wild und einen echten Känguru-Fan erschüttert so schnell nichts. Nichts ahnend, dass das der letzte Abend in Freiheit (gefühlt) sein wird, aßen wir Schnapspralinen und genossen das Beuteltier in Lebensgröße.

Fazit: Anders aber WITZIG!

Flipchartgestaltung und eine erschreckende Erkenntnis.

Wie man das so macht, kommt nach dem Vergnügen die Arbeit. Bei mir hieß das, Vorbereitungen für den Tag Flipchartgestaltung. Und während ich die Unterlagen zusammenstellte, tauchten auch gleich ein paar Fragen in meinem Hinterstübchen auf: Was, wenn kurzfristig alle wegen Corona absagen? Darf ich eigentlich die bewährten Knabbereien, die traditionell als Fingerfood daherkommen, reichen? Hätte ich doch Desinfektionsmittel gebraucht, wenigstens für die Materialien und das gute Gefühl? Da war sie, die Erkenntnis dieses blöde Virusdingens hat sehr wohl etwas mit mir zu tun. *grmpfl*

Im Nachhinein bleibt zu sagen – perfektes Timing! Alle waren da, wir hatten wie gewohnt viel Freude beim Lernen und Ausprobieren und am Ende gab es tolle Charts und witzige neue Bildvokabeln. Den Zeitfresser will ich euch gleich mal vorstellen.

Fazit: Schwein gehabt denn 4 Tage später sollte alles anders sein. Veranstaltungen durften nicht mehr stattfinden.

Aus offline wird online! Wer braucht schon Vorbereitung. 

Was hatte ich mich auf die zwei Tage Teambuilding gefreut. Mein Hirn lief seit Tagen auf Hochtouren, als Nachschlag gab es noch ein paar neue Bücher und soooo hübsche Teamspielchen hatte ich mir ausgedacht. Schöne Ideen, leider alle für die Katz. 

Im wahrsten Sinne des Wortes für die Katz war dann in der Tat alles, was die kommenden zwei Wochen folgen sollte. Quasi über Nacht wurden aus 7 Tagen Offlineseminar 7,5 Tage Onlineseminar. Während ich, abgesehen von täglich 6 Stunden schlechtem Schlaf durcharbeitete, genoss (und genießt noch) Yuki die Lage in vollen Zügen. Der Dosenöffner ist zu Hause. YEAH. Auf dem Bildschirm sind Menschen die sprechen. Yuchuuu. Katze im Glück. 

Im Ernst, das liebt Yuki total und so beobachtet sie fast den ganzen Tag und hoch konzentriert die Menschen auf dem Monitor. Sie wich nicht von meiner Seite, platzierte sich zu meiner Linken direkt neben dem Mikro und mauserte sich so zur Mitarbeiterin des Monats. 

Fazit: Über Nacht alles auf online umstellen, war … sagen wir sportlich. Vor allem weil Frau mal wieder nicht bereit war, einige ihrer Werte aufgrund außergewöhnlicher Umstände hinten an zustellen. Am Ende stand die Erkenntnis, Pacing geht auch online und es waren zwei richtig tolle Wochen. Dazu dann aber ein eigener Beitrag.

Akute Elbbedürftigkeit! 

Den lieben langen Tag am Rechner sitzen, mal zwei Tage nicht vor die Tür gehen, das ist mir bestens vertraut und überhaupt kein Problem. Den ganzen Tag vor der Kamera, das hat dann auch mich in die Bewegung aber vor allem an die Elbe getrieben. Ich brauchte ganz dringend eine große Portion Schlepperliebe. Also einmal bis Övelgönne laufen, mit der Fähre zurück und dann das… 

Da war Corona gerade mal sowas von sch…egal. Schwimmender Stahl. 😍 Hach. Und mal so nebenbei, ich mochte die COSCOs in ihrem schlichten grau ja etwas lieber.

München ist zum Monatsende natürlich ausgefallen – sehr schade. Aber wer mich kennt weiß, Untätigkeit steht mir nicht. Kann ich gar nicht. Jetzt also schnell das Bloggerloch der letzten Wochen wieder stopfen und dann ran an die nächsten Onlinekurse! Der Termin für die zweite Runde ICHgerecht Kompass steht: Am 18.07.2020 stechen wir wieder in See. Und dann wäre da ja noch… sag ich NOCH nicht! Das muss erst noch ein bisschen reifen und gären in meinem Kopf. Aber bald, versprochen!

Was für ein Monat. Langweilig war er in jedem Fall nicht.

Monatsrückblick Februar 2020

Ein neues Familienmitglied · Toolmaster · Bitte recht freundlich und ganz viel Wasser.

Der Monatsrückblick Februar 2020.

Ich habe gar kein Flipchart – jetzt schon!

Da predige ich in meinen Visualisierungstrainings „Leute, achtet auf euer Werkzeug“ und nehme meine eigene Baustelle nicht so wichtig. Klassischer Fall von blindem Fleck. 🤦‍♀️

Ich hatte bis vor zwei Wochen kein Flipchart – meine Staffelei musste diesen Job übernehmen. Der Grund dafür ist schnell erzählt: Ich habe keinen Platz. Die Staffelei war schon da, warum also nicht die nutzen. Tisch kam nicht in Frage, schon beim Gedanken daran bekomme ich Rücken.

So weit so gut. War O.K. aber…

Die Staffelei ließ sich nicht hoch genug einstellen. Das macht wenig Spaß, ist dafür aber sehr mühsam beim Erstellen der Flipcharts. Ihr wisst ja, stellt euch das Flipchart auf die richtige Höhe ein. ☝️

Richtig nervig war aber, dass die Platte beim Schreiben und Zeichnen ins Schwingen kam und das ist gerade bei Schrift sowas von blöd. Dennoch, ich lebe damit nun seit Jahren.

Grund 1 sagte ich bereits, kein Platz.
Grund 2, welches ist das richtige Flipchart für mich? Die Auswahl ist riesig und die Chance das EINE zu finden… gefühlt wie ein Sechser im Lotto.

Der Nervfaktor hat sich irgendwann in den roten Bereich geschlichen und ich habe wieder einmal recherchiert, was es aktuell so gibt. Die Details erspare ich euch, bekommen vielleicht mal einen eigenen Beitrag, wenn es euch interessiert. Aufgrund der guten Kritiken, der Mobilität und gegen meine Bedenken wegen des weichen Filzuntergrundes, habe ich mich für das FlipChart EuroFlip® von neuland entschieden. Und was soll ich sagen? Ich so 😍😍😍

Tatsächlich ist es schnell auf- und abgebaut, es sieht schick aus, die Papierhalterung ist prima, die Stifteablage ausreichend groß und… da schwingt NIX, gar nix. Hach ist das schön und macht gleich viel mehr Spaß.

Da es eingeklappt jetzt auch nicht mehr Platz frisst als Staffelei und Brett, könnte ich mich beinahe ein bisschen ärgern, dass ich nicht schon viel früher aber… manche brauchen halt etwas länger. Allerdings brauche ich unbedingt auch noch die Transporttasche, denn Yuki findet es auch ganz wunderbar und bevor ich künftig nicht nur mich, sondern auch das Flipchart abfusseln muss, packe ich es lieber ein.

Juchuuu, ich bin ein Toolmaster

Seit dem 01. Februar 2020 ist es offiziell, ich bin ein neuland Toolmaster und das freut mich riesig. Im November war ich zu Gast bei neuland in Eichenzell. Blödsinn, ich war zu Gast im Paradis. Wenn man auch nur ein Hauch Interesse und eine Vorliebe für schöne Materialien hat, dann ist ein Besuch bei neuland wie im Himmel. Wer braucht da ein Bällebad. Pah.

Aber ich wollte ja nicht vom Neuland Playground® schwärmen, sondern von den Toolmastern erzählen. Wir sind 15, wir lieben gutes Material und neuland Produkte. Und damit wir noch mehr über die Materialien selbst und Tipps & Tricks zur Anwendung erfahren, wurden wir zu Toolmastern ernannt und versammelt.

Ich gebe zu, als es darum ging sich zu bewerben, hatte ich schon überlegt, ob das was für mich ist. Mein Lieblingswert Selbstbestimmung, aus der vorderster Reihe, meldete Bedenken an: „Britta, bist du dann auch noch selbstbestimmt? Darfst du dann die Materialien empfehlen und nutzen die DU willst?“ Ich habe hin und wieder her gedacht und konnte den Wert letztendlich beruhigen. Seit Jahren nutze ich nichts anderes, ich hatte mir schon mit dem blu-board® nur eine Zusammenarbeit gewünscht, und zwar die mit neuland also was zur Hölle gab es da für Bedenken. Hat er (der Wert) dann auch eingesehen und mir erlaubt meine Bewerbung einzureichen. Wie großzügig.

Und jetzt freue ich mich riesig über und auf den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen und auf das, was sich daraus ergibt. Ich halte euch auf dem Laufenden und gebe euch alle Tipps natürlich umgehend weiter – im Seminar und hier im Blog.

Ein Gedanke schleicht seit November schon still und heimlich durch meine Gehirnwindungen: Zwei Trainingstage im paradiesischen Neuland Playground® anzubieten, Visualisierung für Coaches und Trainer. Ein Training weit über die Flipchartgestaltung hinaus, viel mehr Visualisierung als Intervention. Sie kann so einfach, schnell und überaus wirksam sein. Also ich hätte da große Lust zu. Würdet ihr mit mir zum Neuland Playground® nach Eichenzell reisen?

Fotoshooting

Und dann waren da noch die Sache mit den Fotos. Der Blog will welche, die Website auch und überhaupt gab es nichts von mir mit Flipchart. So kam es, dass der neue Mitbewohner FLIP kaum angekommen auch schon seine erste Reise antreten durfte.

Auch dieses Mal hat Janet Hesse von elbportrait.de mich mit ihrer Kamera verfolgt. Und das war gar nicht so einfach, denn es war ein wildes Hin und Her zwischen „zeichne was“ und „du musst auch mal in die Kamera gucken“. Erkenntnis des Tages, Kamera gucken, zeichnen und freundlich aussehen… gar nicht so einfach. Ich neige offenbar beim Zeichnen, wie auch beim Denken, zum äußerst nachdenklich bis ernsten Gesichtsausdruck. Trotzdem hat es wie immer viel Spaß gebracht. Danke Janet. Danke auch an Dirk für allerbeste Unterstützung.

Weil ja immer etwas ist, hatte ich natürlich Herr Pöppel vergessen. Macht aber nichts, irgendwann hätte ich auch gerne Fotos an der Schlepperbrücke, da klappt das mit dem Grinsen von ganz allein und Herr Pöppel darf auch wieder mit.

Als Visualisierungstante hat man ganz schön was zu schleppen. Uff. Ist aber leichter als er aussieht der gute FLIP.

Da war nix mit ungestört Pöppel malen. 🤪

Und außerdem…

…hatten wir, dank diversen Sturmfluten gleich mehrfach Hochwasser. Wie immer war es schaurig-schön. Ein Begriff der meiner Meinung nach extra für solche Situationen erfunden wurde.

…habe ich jede Menge neue Trainingskonzepte gebastelt und bin ganz berauscht. Das Seminar zu den „Säulen der Identität“ fand auch schon statt. Ich finde dieses Modell großartig und ich werde mich doch noch einmal dran wagen, es auf das blu-board® zu bringen.

…habe ich ein richtig, richtig gutes Buch gelesen. „Update für Trainer“ von Bernd Weidemann. Lässt sich super lesen und es stehen so viele tolle Sachen drin, dass ich gar nicht weiß, was ich zuerst ausprobieren soll. Da aber einige Trainings im März anstehen werde ich da sicher richtig viel einbinden können. Auch das Seminar zur Flipchartgestaltung, bekommt eine Frühlingskur verpasst. Da freue ich mich schon drauf.

…wurden gleich zwei Verträge mit Ausbildungsinstituten abgeschlossen. Ich freue mich demnach auf noch mehr Visualisierung und ganz besonders darauf, angehende Trainer*innen auf ihrem Weg zu begleiten.

Vorschau auf den März:

Kurz: Seminare, Seminare, Seminare.

Den Start macht die „Flipchartgestaltung“ am 09.03.2020 und dann kommt etwas, worauf ich mich besonders freue, zwei Tage Teambuilding. Warum ich mich so freue? Weil ich mich gut daran erinnere, wie es mir 2009 als Teilnehmerin in einem Teambuilding Seminar ging. Mir ging… bitte entschuldigt… der Arsch auf Grundeis denn beim Wort „Team“ muss ich meist ganz schnell weg. An diesem Wochenende habe ich einen ganz neuen Blick auf die Arbeit in Teams gewonnen und so einiges mehr. Außerdem geht es wieder nach München und… am Dienstag, den 03.03.2020 geht es vor allem erst einmal ins Kino. Das wird ganz bestimmt WITZIG.

Hm… ich muss mich wohl neu kalibrieren. Immer wenn ich nur einen kurzen Artikel schreiben will dann… gehen die Tasten mit mir durch. Langsam bekomme ich eine Idee, was die Deutschlehrerin damals mit ihrem „Gut, aber zu lang“ meinte. Ich hoffe, dir war es nicht zu lang und du hast etwas für dich mitgenommen oder hattest zumindest Spaß beim Lesen.

In diesem Sinne, starte gut in einen hoffentlich sonnigen März

Britta & Herr Pöppel

PS: Wie gut, dass ich beschlossen habe, dass künftig alles EINS ist. Wie hätte ich sonst diesen Artikel schreiben sollen?

Schluss mit dem Doppelleben

Schluss mit dem Doppelleben

Was sich ab sofort in meinem Business ändern wird.

Unter uns, ich war in den letzten Jahren irgendwie nicht so richtig zufrieden. Auf einer Zufriedenheitsskala von 0 (alles doof) bis 10 (BINGO), kam ich, gerade mal auf eine 7. Mir fehlte einfach mein Leben als Coach. Die Entwicklung des blu-board® war super, keine Frage. Dass sich 2016 die Visualisierungstante ins Team schlich, auch prima und trotzdem… ich stand mit beiden Beinen fest auf der Leitung. Der Bremsleitung. Ich tat und machte, kam aber gefühlt nicht vom Fleck. Mein Doppelleben fraß einfach zu viel Energie.

Mitte 2019 dachte ich, die Lösung sei TRENNUNG.
Ich muss mich entscheiden: Wer und was will ich sein. Sagen die Marketingleute ja auch. Man müsse sich spitz aufstellen. Bauchladen wäre doof, meinen sie. Das sehe ich insofern ein, dass diese geteilten Energien mordsmäßig anstrengend sind.

Also wird aufgeräumt!

Mich vom Coach trennen? Auf keinen Fall. Das hieße auch, mich von Riemann zu trennen, und das geht nicht.

Also mich vom blu-board® trennen. Betriebswirtschaftlich betrachtet, eine sehr vernünftige Entscheidung. Der Aufwand ist einfach VIEL zu hoch. Haha… nette Idee. Kann man vielleicht machen, wenn man nur ein Produkt entwickelt hat, geht aber nicht, wenn es sich um das eigene Baby handelt. Das blu-board® bleibt!

Also geht die Visualisierungstante. Hmmm… hmm… ähhh… NEIN!

Was also tun, wenn alles bleiben, aber doch anders werden soll?

Schluss mit dem Doppelleben! Alles wird eins!

Ich bekenne mich ab sofort zu meinem Dasein als „bunter Hund“ und positioniere mich wie eine Katze.
Die hat schließlich auch ZWEI spitze Ohren.

Ach. Und was ist jetzt anders?

Fragst du dich vielleicht, besonders wenn du mich schon (länger) kennst.*

Mein Energiefresser Nr. 1 wird eliminiert: Die drei getrennten Außendarstellungen sagen tschüss. Alles wo Britta Ludwig drin ist, das darf jetzt auch auf brittaludwig.de drauf stehen!

Das klingt vielleicht lächerlich, aber ich habe unter anderem deswegen immer noch keinen Newsletter und bisher auch nicht gebloggt, weil ich entweder nicht wusste, wo ich anfangen oder auf welcher Seite der Beitrag denn nun erscheinen soll. Mal abgesehen von dem Aufwand, alles 3x aufsetzen zu müssen. NICHT WITZIG!
Manch eine(r) hat’s gemerkt, ich hab einfach gar nichts getan.

Aber jetzt! Jetzt wird gebloggt!
Hat ja vielleicht auch schon manch eine(r) bemerkt. 😉

Und bevor ich wieder nicht weiß, ob ich im Beitrag über Visualisierung nicht über Coaching sprechen darf, und es damit auf zwei Seiten passen würde, landet jetzt alles hier auf meiner Kommandobrücke – brittaludwig.de.

Coaching, ICHgerecht Kompass, Persönlichkeitsentwicklung, Flipchartgestaltung, Visualisierung im Coaching und das blu-board®… alles bekommt hier den Raum, den es verdient. Ich verzettel mich nicht mehr und du hast alles hübsch beisammen. Klingt doch gut, oder?

Also bis bald im nächsten Beitrag oder im wahren Leben.
Britta

* Es hat sich gezeigt, dass Menschen die mich schon länger kennen, bzgl. meines Angebots keinen Knoten in den Kopf bekommen. Für die bin ich einfach Coach mit blu-board® die auch zeichnet. Wenn man aber erst mit dem blu-board® in mein Leben trat, da scheint es irgendwie schwieriger zu sein.

Was bedeutet ICHgerecht?

ICHgerecht – was genau bedeutet das eigentlich?

ICHgerecht ist ein Leben, das zu dir passt. In das du alles was dir wirklich liegt, einbringen und ausleben kannst. Du folgst nicht dem, was du immer getan hast und erst Recht nicht dem, was man so macht. Du kennst deine Werte, weißt was dich motiviert und was dich zu viel Kraft kostet. Der Umgang mit Anderen wird leichter, weil du deine Muster kennst, die der anderen erkennst und bewusst einen für euch beide passenden Weg finden kannst.

Kurz: Du weißt, wer du bist, was du willst
und welches deine ganz persönliche Art und Weise ist,
genau das auch zu erreichen.

Steht ICHgerecht für Selbstoptimierung? Nein!

Persönlichkeitsentwicklung wird immer häufiger gleichgesetzt mit Selbstoptimierung im Sinne von höher, schneller, weiter. Genau das meine ich nicht! Wenn ich von ICHgerecht spreche, dann geht es nicht um mehr Leistung oder Erfolg, sondern um mehr Zufriedenheit. Darum dass es leichter geht, du mehr Spaß an dem hast, was du machst und wie du es machst. Ich bin davon überzeugt, dass wir nur dann unser Bestes geben können, wenn wir echte Freude an unserem Tun haben. So ergeben sich Erfolg und erreichte Ziele als ein nettes Nebenprodukt eines ICHgerechten Lebens. Unser Fokus bleibt auf einem Leben zu dem wir voll und ganz JA oder auch „BINGO“ sagen können.

3 ½ Phasen für ein ICHgerechtes Leben.

  • Reflexion – Erkenne deine eigenen Denk- und Verhaltensmuster
  • Verstehen – Zusammenhänge, Motive und Auslöser verstehen

Entscheidung – Welche Kapsel wählst du? Die rote oder die blaue?*

  •  Umsetzen – Alte Gewohnheiten durchbrechen und neue Wege gehen.

Phase 1: Erkenne dich selbst.
Der Blick in den Spiegel, was ist dir wichtig, was treibt dich an und was raubt dir deine Energie? Eine Bestandsaufnahme über die inneren Muster denen wir Tag ein, Tag aus ganz automatisch folgen.

Phase 2: Warum tust du, was du tust?
Ich meine natürlich nicht, warum du ans Telefon gehst, wenn es klingelt aber zum Beispiel, warum du dich schlecht fühlst, wenn es klingelt. Was steckt hinter unseren Handlungs- und Gefühlsmustern?

Entscheidung. Du hast die Wahl.
Manchmal machen wir uns gar nicht erst auf den Weg, aus Angst vor dem, was kommen könnte. Schließlich ist das, was wir haben bekannt, vertraut, wir wissen genau, was kommt und das hat definitiv Vorteile.

Phase 3: Auf dem Weg zum ICHgerechten Leben
Jetzt da wir das was und das warum kennen, kann das Spiel beginnen. Neue Verhaltens- und Denkmuster werden ausprobiert und in den Alltag integriert, und zwar so lange bis du sagst: „BINGO, das passt, das bin ICH.“

Es ist leicht, ein ICHgerechtes Leben zu führen, aber es ist nicht immer einfach.

Herausforderungen auf dem ICHgerechten Weg

Zwei Eigenschaften brauchst du, wenn du dich auf diesen Weg machen möchtest.

  • Ehrlichkeit

  • Mut

Ehrlichkeit weil du nur etwas verändern kannst, wenn du das, was ist, wirklich ansiehst. Schon das klingt einfacher, als es manchmal ist, denn eingelullt von Gewohnheiten sind wir für das Naheliegendste oft blind. Wir müssen daher immer wieder hinterfragen, überprüfen und ausprobieren, ob es nicht auch anders sein kann. Einfache Beispiele, die du vermutlich auch kennst: Ein Geschenk in unserem Regal, was da wie selbstverständlich steht, schließlich ist es ein Geschenk. Ein Kleidungsstück in dem wir uns nicht so richtig wohl fühlen, es aber tragen. Ein Ablagesystem was einfach nur nervt, aber eben so ist. Eine Arbeit, ein Termin, ein Gespräch und die schon sonntags einsetzenden Bauchschmerzen wegen dem drohenden Montag. All das braucht im ersten Schritt die Ehrlichkeit zu einem „Ja, das finde ich blöd. Ich hätte das gerne anders.“

Was ist so schwer an Ehrlichkeit?

Der Grund, weswegen wir manchmal nicht ehrlich in unseren Bewertungen sind, führt uns gleich zur zweiten Eigenschaft, dem Mut. Unser Unbewusstes ist ein flinker Fuchs der lange, bevor wir es bemerken, schon weiß, wenn ich X als blöd bewerte, dann wäre es cool, wenn ich das ändere, und Veränderungen erfordern oft Mut.

Und am Mut wiederum hängen gerne Themen wie „Nein“ sagen können, die Angst andere zu verletzen und die 100%ige Übernahme von Verantwortung für unsere eigene Zufriedenheit.

Wenn unser blitzschnelles Unterbewusstsein uns all die möglichen Nebenwirkungen präsentiert, da halten wir uns gerne mal die Augen zu. Frei nach dem Motto, ich seh dich nicht, dann siehst du mich auch nicht und sagen „Nein, es ist wirklich alles prima.“ Unbewusst natürlich, das ist der Haken an der Sache.

Das geht auch eine ganze Weile gut, bis das Grummeln im Inneren lauter wird. Wir irgendwann aus einem unerfindlichen Grund unzufrieden sind, die Krise auf einen Kaffee rum kommt und wir irgendwann die Faxen so richtig dicke haben.

ICHgerecht – Du hast die Wahl

Auch wenn sich die Wissenschaft gar nicht so einig darüber ist, wie frei wir in unseren Entscheidungen wirklich sind, an der Oberfläche unseres Alltags haben wir die Wahl. Wir dürfen alles so belassen, wie es ist und wir dürfen uns auf die spannende Reise zu uns selbst begeben. Aber… eins solltest du wissen: Je weiter du dich auf dieser Reise nach vorne wagst, um so schwerer wird es, die Augen verschlossen zu halten. Aber warum solltest du das wollen?

Ich wünsche dir Mut und Spaß beim Entdecken, wer und wie du auch sein kannst.

Britta & Herr Pöppel

*„Die rote oder die blaue Kapsel“ bezieht sich auf eine Szene aus dem Film „Matrix“. Neo, der Held steht vor der Wahl zwischen der Freiheit und einem Gefängnis für seinen Verstand. Hier kannst du dir die Filmszene ansehen. *klick*