Schluss mit dem Doppelleben

Schluss mit dem Doppelleben

Was sich ab sofort in meinem Business ändern wird.

Unter uns, ich war in den letzten Jahren irgendwie nicht so richtig zufrieden. Auf einer Zufriedenheitsskala von 0 (alles doof) bis 10 (BINGO), kam ich, gerade mal auf eine 7. Mir fehlte einfach mein Leben als Coach. Die Entwicklung des blu-board® war super, keine Frage. Dass sich 2016 die Visualisierungstante ins Team schlich, auch prima und trotzdem… ich stand mit beiden Beinen fest auf der Leitung. Der Bremsleitung. Ich tat und machte, kam aber gefühlt nicht vom Fleck. Mein Doppelleben fraß einfach zu viel Energie.

Mitte 2019 dachte ich, die Lösung sei TRENNUNG.
Ich muss mich entscheiden: Wer und was will ich sein. Sagen die Marketingleute ja auch. Man müsse sich spitz aufstellen. Bauchladen wäre doof, meinen sie. Das sehe ich insofern ein, dass diese geteilten Energien mordsmäßig anstrengend sind.

Also wird aufgeräumt!

Mich vom Coach trennen? Auf keinen Fall. Das hieße auch, mich von Riemann zu trennen, und das geht nicht.

Also mich vom blu-board® trennen. Betriebswirtschaftlich betrachtet, eine sehr vernünftige Entscheidung. Der Aufwand ist einfach VIEL zu hoch. Haha… nette Idee. Kann man vielleicht machen, wenn man nur ein Produkt entwickelt hat, geht aber nicht, wenn es sich um das eigene Baby handelt. Das blu-board® bleibt!

Also geht die Visualisierungstante. Hmmm… hmm… ähhh… NEIN!

Was also tun, wenn alles bleiben, aber doch anders werden soll?

Schluss mit dem Doppelleben! Alles wird eins!

Ich bekenne mich ab sofort zu meinem Dasein als „bunter Hund“ und positioniere mich wie eine Katze.
Die hat schließlich auch ZWEI spitze Ohren.

Ach. Und was ist jetzt anders?

Fragst du dich vielleicht, besonders wenn du mich schon (länger) kennst.*

Mein Energiefresser Nr. 1 wird eliminiert: Die drei getrennten Außendarstellungen sagen tschüss. Alles wo Britta Ludwig drin ist, das darf jetzt auch auf brittaludwig.de drauf stehen!

Das klingt vielleicht lächerlich, aber ich habe unter anderem deswegen immer noch keinen Newsletter und bisher auch nicht gebloggt, weil ich entweder nicht wusste, wo ich anfangen oder auf welcher Seite der Beitrag denn nun erscheinen soll. Mal abgesehen von dem Aufwand, alles 3x aufsetzen zu müssen. NICHT WITZIG!
Manch eine(r) hat’s gemerkt, ich hab einfach gar nichts getan.

Aber jetzt! Jetzt wird gebloggt!
Hat ja vielleicht auch schon manch eine(r) bemerkt. 😉

Und bevor ich wieder nicht weiß, ob ich im Beitrag über Visualisierung nicht über Coaching sprechen darf, und es damit auf zwei Seiten passen würde, landet jetzt alles hier auf meiner Kommandobrücke – brittaludwig.de.

Coaching, ICHgerecht Kompass, Persönlichkeitsentwicklung, Flipchartgestaltung, Visualisierung im Coaching und das blu-board®… alles bekommt hier den Raum, den es verdient. Ich verzettel mich nicht mehr und du hast alles hübsch beisammen. Klingt doch gut, oder?

Also bis bald im nächsten Beitrag oder im wahren Leben.
Britta

* Es hat sich gezeigt, dass Menschen die mich schon länger kennen, bzgl. meines Angebots keinen Knoten in den Kopf bekommen. Für die bin ich einfach Coach mit blu-board® die auch zeichnet. Wenn man aber erst mit dem blu-board® in mein Leben trat, da scheint es irgendwie schwieriger zu sein.

Was ich an meiner Arbeit als Business-Coach nicht mag

Erst musste ich ewig lange nachdenken, dann sind mir immerhin zwei Punkte eingefallen, die ich an meiner Arbeit als Business Coach nicht mag. Etwas weiter gedacht kamen dann die richtig fetten Fische zum Vorschein. So fette Fische, dass zumindest ein Punkt einen eigenen Beitrag verdient. Solltest du also offene Enden nicht mögen, lies den letzten Absatz lieber nicht.

Was ich an meiner Arbeit als Business-Coach nicht mag:

  • Unklare Besitzverhältnisse von Problemen
  • Der arme „Coach“
  • Mobiltelefone

Verantwortung, Zuständigkeiten und Besitzverhältnisse von Problemen.

Es erstaunt mich immer wieder, nervt mich manchmal richtig, aber glücklicherweise tappe ich nur noch selten in die Falle. 
Es gibt Coachees die kommen, schildern ihr Thema, lehnen sich anschließend zurück und schauen mich erwartungsvoll, fast provokativ an. Fehlt nur noch, dass sie sagen „Nu guck, wie du klar kommst, ich hole die Lösung in zwei Stunden ab“. Sowas macht mich einigermaßen fassungslos. Früher hat man mich damit auch kriegen können, denn ich hab vor lauter Erstaunen eine Weile gebraucht, bis ich gemerkt habe, hier läuft was ganz ordentlich schief.

Ich werde heute zwar immer noch grummelig, lehne mich dann aber einfach auch zurück, verweigere den „schwarzen Peter“ (darf man das noch sagen oder ist das heutzutage auch verboten?) indem ich etwas Banales sage und grinse heimlich in mich hinein, beim Anblick des verdatterten Gesichts gegenüber. Das Ding mit der Verantwortung hätten wir geklärt, wir können arbeiten.

Der Begriff „Coach“ und wofür er alles herhalten muss.

Ich ziehe in Betracht, dass die oben benannte Spezies gar nichts für dieses interessante Verhalten kann. Schließlich wird der Begriff „Coach“ inzwischen für ein buntes Allerlei an Schaurigkeiten verwendet. Wie könnte man jemandem eine solche Erwartungshaltung vorwerfen, wenn man an beinahe jeder Ecke (real wie virtuell) von „Coaches“ mit wahren Zauberformeln lesen kann die innerhalb kürzester Zeit, wenn nicht noch kürzer, Wohlstand, Glück und nie endenden Reichtum bewirken. Mit Erfolgsgarantie! Natürlich! Was auch sonst. 

Keineswegs besser machen es die, die eine lupenreine Beratung als Coaching verpacken weil… klingt besser, ist IN oder was weiß ich. Ich warte noch auf sowas wie Haarcoaching. Wie soll man bei all dem Kuddelmuddel als Mensch mit Problem, Herausforderung oder Mist an der Backe da noch durchblicken.

Das nervt mich an meiner Arbeit als Coach! Wikipedia weiß, wie immer wie es wirklich geht.

Ich hasse Mobiltelefone!

OK, das hat nichts mit der Arbeit als Coach zu tun nicht einmal mit Selbständigkeit – es ist viel mehr so eine Grundsatzfrage. Ich liebe mein iPhone! Es ist beinahe schon ein Familienmitglied, darf fast überall mit hin und schwächelt es, wird es mir ganz schwummrig. Ja was denn nun, fragst du dich vielleicht. Ich gebe zu, ich wollte nur eine reißerische Headline. Richtiger wäre, ich hasse die Erwartung ständiger Erreichbarkeit.

Es fängt schon damit an, dass ich nicht gerne telefoniere. Bereits das Klingeln des Telefons macht mir schlechte Laune. In 95 % aller Fälle reißt es mich aus etwas raus, in das ich mich nachher mühsam wieder reinfuchsen muss. Anstrengend! Getreu dem Motto, irgendwas ist ja immer, freue ich mich dennoch über diese wunderbare Erfindung und manchmal ist ja auch was Nettes am anderen Ende.

Nennt mich ruhig altmodisch aber telefonieren heißt für mich auf dem Festnetz anrufen! Das ist der einzige Kanal, über den ich fernmündlich schnacken will. Bis heute bedeutet ein Anruf auf dem Handy für mich es eilt, Holland ist in Not, ich hab den Kopf unterm Arm und brauche dringend Hilfe. Mit dieser Annahme scheine ich aber alleine dazustehen, denn in weniger als 5 % aller Anrufe handelt es sich um einen solchen Fall. Das freut mich einerseits aber… dann ruf doch verdammt nochmal auf dem Festnetz an. Denn…

Handy bedeutet für mich, ich bin unterwegs. Unterwegs sein bedeutet wiederum, ich hab was zu tun oder ich bin im Gespräch. Im Gespräch zu sein bedeutet vor allem eines, ich will nicht telefonieren. Ich finde es respektlos, ans Telefon zu gehen, während ich in einer Verabredung bin. Natürlich, wenn man was Dringendes erwartet, ein Notfall, krankes Kind… selbstverständlich kein Problem. Ein einfacher Schnack ist für mich ein Problem. Da bin ich spießig uns zwar gerne! Fazit: Ich gehe nicht ans Handy, wenn ich unterwegs bin, und rufe von unterwegs auch nur jemanden an, wenn das die einzig mögliche Gelegenheit ist.

Ich könnte jetzt auch noch von meiner Hochsensibilität anfangen und wie nervig und kräftezehrend Hintergrundgeräusche für mich sind aber das lasse ich jetzt.

Ich liebe mein iPhone. Es ist mein kleiner Rechner für die Hosentasche und schenkt mir ein Stück meiner so sehr geliebten Freiheit. Auch die Freiheit nicht ran zu gehen weil meine Aufmerksamkeit gerade jemand anderes gehört, vielleicht ja sogar dir. Aber niemals nicht wird mein iPhone ein Werkzeug ständiger Erreichbarkeit also freunde dich entweder mit meiner Mailbox an oder… ruf auf dem Festnetz an.

PS: Da ist es jetzt wohl mit mir durchgegangen. Tut mir leid. Die Kurzform wäre gewesen: Ich mag es nicht, wenn andere Menschen von mir ständige Erreichbarkeit erwarten und dann rumgrummeln weil sie mich auf dem Handy nie erreichen. Vielleicht noch, dass ich es nicht mag, dass man mich zum Schnacken auf dem Handy (also unterwegs) anruft anstatt auf dem Festnetz.

PPS: Da kommen mir doch glatt zwei Ideen.
1.) Ich starte ein Offensive „Witzige Mailboxsprüche“, dann freuen sich die Leute künftig, weil sie die Mailbox dran haben.
2.) Ich führe eine Schnacknummer ein. Da ruft man an, wenn man nur plaudern will, auf der anderen, wenn man doch mal den Kopf unterm Arm statt auf dem Hals trägt. Blöde Idee, denn das wäre ja mit der Privatnummer schon gegeben und das funktioniert nicht. Daraus ergibt sich Idee Nummer 3). Ich bekomme eine Ansage „Wollen sie Schnacken, Plaudern, Quatschen, drücken Sie bitte die Zwei. Ist es wichtig, kurz, knapp und knackig, drücken Sie bitte die Eins.“ Gefällt mir. Weiß jemand, wie man sowas einrichtet?

Dafür dass mir erst gar nichts eingefallen ist, was ich an meinem Job als Business-Coach nicht mag, habe ich mich jetzt ordentlich in rage geschrieben.

Eigentlich wollte ich auch noch etwas zum Thema „Kleines Geld“ oder „Das macht dir doch Spaß“ schreiben. Ich habe es auch geschrieben, aber nach knapp 1.000 Wörter allein zu diesem Punkt wurde mir klar, dass Thema hat gerade zu viel Ladung und zu viele Facetten. Es sprengt diesen Artikel. Außerdem ist es so wichtig, es hat einen eigenen Beitrag verdient. Aufträge, die nicht angemessen honoriert werden, die regen mich nämlich sowas von auf. Es hat so viele oft unbemerkte Auswirkungen gerade als Trainer*in, wenn wir bereit sind, für Tagessätze jenseits der Schmerzgrenze aktiv zu werden. Abgesehen davon regt mich am meisten auf, dass ich viel zu selten einfach „NEIN“ sage und das OHNE, mit der Wimper zu zucken oder drei Tage Bauchschmerzen zu haben. Dazu aber ein anderes Mal mehr.

Bis zum nächsten Beitrag
Britta & Herr Pöppel

Mein Wort für 2020

Was für eine schwere Geburt in diesem Jahr. Die Message war zwar klar aber DAS eine Wort zu finden, welches mich durch das Jahr begleiten, tragen und motivieren soll… sagen wir, es war etwas sperrig.

Eine Weiterbildung zum Zürcher Ressourcen Modell, ZRM® und die Begegnung mit dem Würmli brachte die rettende Erkenntnis.

BINGO – ist mein Wort für 2020!

Meine Mission: Mehr BINGO, weniger *grmpfl*.

Mich ereilte Ende 2019 nämlich eine erschreckende und mir ehrlich gesagt etwas peinliche Erkenntnis. Wenn es darum geht WIE und WANN eine Sache gemacht wird, bin ich sehr darauf bedacht, selbst über die Spielregeln zu entscheiden.

OB ich eine Sache mache, da schien ich deutlich toleranter. Und so haben mir Begeisterungsfähigkeit und Pflichtbewusstsein so manches *grmpfl* eingebrockt.

Kurzer Exkurs:

*Grmpfl* ist das Gefühl oder merkwürdige Geräusch welches uns entfleucht, wenn etwas ansteht, was unserem Unbewussten nicht in den Kram passt. Besuche beim Zahnarzt, Steuerkram, jede Art unliebsamer Tätigkeiten. Oder auch… Montag *grmpfl*

Das BINGO-Gefühl ist der Volltreffer und damit das Gegenteil vom *grmpfl*. Unser Unbewusstes ist voll einverstanden und wir stehen mit unserer ganzen Kraft am Start.

Was es genau damit auf sich hat erklärt Dr. Maja Storch *hier*.

Ich habe in den letzten Jahren nicht selten, aus einem Anflug spontaner Begeisterung (scheinbar) oder aus Pflichtbewusstsein, Dinge zugesagt bei denen sich mir bei genauerer Betrachtung die Nackenhaare stellten – mein Würmli (Unbewusstes) ein *grmpfl* geschickt hat.

Das muss, darf, soll… QUATSCH… das wird anders!

BINGO ist mein neues Leitgefühl und von daher mache ich mich ab sofort auf den Weg zum bestmöglichen Würmli-Lauscher, nehme jedes *grmpfl* ernst und überprüfe, ob da nicht auch ein BINGO draus werden kann. Wenn Ja, prima. Wenn nein, dann leider „Nein, danke“.

Da ich immer mehr Ideen als Zeit habe, kann ich mir den Luxus in grmpfl-Projekte zu investieren einfach nicht mehr leisten. Es kostet mich zu viel Kraft und meist sind es Projekte, die irgendwie nicht rund laufen, abgebrochen werden, ich mich unwohl fühle… *grmpfl* halt.

Und wenn ich mir vorstelle, mein Buch (ein Beispiel) bleibt aufgrund einer auf *grmpfl* basierenden Sache auf der Strecke… Nö!

BINGO! Mein Wort, mein Motiv, mein Leitgefühl für 2020!

In diesem Sinne begrüße ich das Würmli hochoffiziell in meinem Team und uns allen ganz viele Bingo-Momente im neuen Jahr.

Hast du auch ein Wort für 2020?