Monatsrückblick April & Mai 2020

Britta Ludwig mit Snutenpullie

Monatsrückblick April & Mai 2020
Achterbahn für Fortgeschrittene

Warum denn gleich zwei Monate? Im April hatte ich schlichtweg keine Lust auf einen Monatsrückblick. Da schien mir nichts drin zu sein, auf das sich ein Rückblick gelohnt hätte. Zumindest nichts, auf das ich zurückblicken wollte! Kaffeemaschine kaputt inkl. 3 Wochen Hin und Her wegen Ersatzteil. Spülmaschine kaputt, bis heute. Einstürzende Neubauten Konzert abgesagt, bzw. verschoben. Besuch am Meer gestrichen. Und dann wäre da ja noch dieses Corona und jede Menge Stress. Alles in allem, es ruckelte an allen Enden und das war nervig!

Jetzt ist Juni – wo war eigentlich der Mai so schnell hin? Rückblickend auf zwei Monate relativiert sich das ausgeprägte *grmpfl* zu einem „ganz OK“ und manchmal sogar zu einem echten „BINGO“.

Der April & Mai im Monatsrückblick:

Ostergekritzel

Gegen den Coronafrust und gegen Ostern allein zu Haus habe ich spontan und kurzfristig das Ostergekritzel ausgerufen. Was ist ein Ostergekritzel? Es ist Ostern und man kritzelt! Osterhasen natürlich auch, Schafe waren auch dabei aber auch so Klassiker wie Hände und so. Das war witzig und hat vor allem wieder gezeigt, man kann auch online gemeinsam zeichnen und dabei Spaß haben. Still und heimlich war das auch mein persönliches Warm-Up für eine anstehende Premiere.

Visualisierung und Flipchartgestaltung für Trainer*innen – Online!

Dass es geht, wusste ich ja schon aus dem Test im letzten Jahr, da hatte ich in einem Workshop Flipchartschrift online ausprobiert. Das Ostergekritzel hat es außerdem bewiesen. Dennoch… zwei ganze Tage… wie das wohl wird?

Meine größte Sorge, eigentlich waren es zwei Sorgen, ich kann nicht eben mal gefühlte 100 kg Material zum Austoben anschleppen. Dieser Ball lag bei den Teilnehmenden und außerhalb meines Einflusses. Nicht schön. Die zweite Sorge: Ich seh’ nicht, was die Teilnehmenden so zaubern. Also immer nur kurz, wenn sie ihre Werke in die Kamera halten. Aber ich kann nicht wie sonst durch die Reihen schlendern, Loben, Tipps geben und… meine Neugier stillen. Ich war also gespannt.

Das Fazit war recht langweilig, weil zu erwarten: Es geht! Sehr gut sogar! 🎉 Es sind super Flipcharts entstanden! Die ich im übrigen auch nicht eben mal fotografieren konnte, euch damit also auch nicht zeigen kann. Wie schade. Ihr habt etwas verpasst. Zeige ich euch eben meine Co-Trainerin bei der Arbeit. 

12. Jahre Hamburg und der traurigste Hafengeburtstag ever.

Mein Hamburg-Geburtstag ist beinahe wichtiger als mein Geburtstag. Was ein Hamburg-Geburtstag ist? Der Tag, an dem ich endlich „nach Hause“ kam und St. Pauli daheim wurde. Das ist nun 12 Jahre her und ich weiß mal wieder nicht, wo die Zeit geblieben ist.

In diesem Jahr war mein Tag eher ein Trauerspiel. Also der Tag selbst war witzig, ich habe mit einer Freundin zusammen abendgegessen – online natürlich. Aber alles in allem… geht so. Das lag vor allem daran, dass der Hafengeburtstag (der Hafen und ich feiern immer gemeinsam unseren großen Tag) abgesagt wurde, bzw. wie der Rest des Lebens virtuell stattfand.

Erkenntnis, es geht alles online außer Hafengeburtstag! Für mich hieß das weder Schiffe gucken, kein Open Ship, kein Feuerwerk und kein Schlepperballett. Wenn du dich fragst, was daran sooo schlimm ist, dann kennst du mich sicher noch nicht so gut. Es war sehr schlimm, vor allem traurig. Ich hab mir jetzt schon 2021 geblockt und werde jeden einzelnen Tag von morgens bis abends an der Elbe und sofern möglich, an Bord eines Schiffes verbringen. Jawohl! Das muss nachgeholt werden.

Performance Power – die Stunde der Wahrheit

Man… war das ein Tag. Nach 9 Wochen zum ersten Mal wieder ein Training vor Ort. Zwar nicht mit Umarmen aber immerhin ohne Mattscheibe dazwischen. Ich war richtig hibbelig bei all der Vorfreude. Schließlich hatten wir zwei sehr intensive und besondere Monate miteinander verbracht, einige der Teilnehmenden hatte ich erst einmal zuvor gesehen, andere noch nie.

Das führte bei den Vorbereitungen erst einmal dazu, dass ich auf dem Flipchart eskaliert bin. Nicht, dass ich sooo viele Charts gebraucht hätte aber, ich war einfach nicht zu bremsen. Online war das irgendwie eher verhalten bei mir. Ich glaub, es lag am Platz. So sitzend und beengt und immer muss ja alles in den Bildausschnitt passen… da kann man nicht mal hier, mal da… also ich in meinen Räumlichkeiten zumindest nicht. Nur so konnte ich mir das erklären. Jetzt konnte ich wieder und ich tat!

Und dann hagelte es Premieren. Seit 2 Monaten zum ersten Mal S-Bahn fahren. Die erste Bahn hab ich gleich einmal verpasst. Na bravo. Vor der S-Bahn kam aber noch ein witziger Moment, nach all der Zeit habe ich zum ersten Mal drüber nachgedacht, welche Schuhe ich anziehen soll. Eigentlich habe ich gar keinen Schuhtick, aber nur in die Sneaker springen wie die Wochen zuvor – nee! Meine derzeitigen Lieblinge machten das Rennen.

Und dann bloß nicht die Flipcharts vergessen. Hach… war das alles aufregend… und schön.

Und dann der Moment der Wahrheit – kann man online lernen, was offline so facettenreich ist wie die Rolle einer Trainerin, eines Trainers? Lässt sich online Offline-Training lehren und lernen? Ich hatte in all den Wochen nie ernsthaft daran gezweifelt aber wirklich wissen… das sollte sich heute herausstellen.

Was soll ich sagen? Es geht! Es geht sogar ganz wunderbar. Wir hatten einen großartigen Tag mit beeindruckenden Performances und ich mit einigen Momenten maximaler Ergriffenheit. Hammer! Oberhammer! Ich hätte euch geküsst, wenn ich denn gedurft hätte.

Bitte blättern für die Schuhe der Wahl, die frisch genähten Snutenpullies und die Großaufnahme eskalierender Flipchachrts, Marker und Pinnwände.

Ich will jetzt nicht so weit gehen, Corona zu danken, und doch gab oder gibt es einige Ereignisse die ganz anders gelaufen wären. Vielleicht schöner, vielleicht nur anders, sicher aber nicht so intensiv und außergewöhnlich. Für mich und meine Arbeit wird es auf jeden Fall bleibende Veränderungen geben. Mein Wertehaushalt kam ordentlich in Wallungen und da will ich unbedingt noch einmal ran.

Mal sehen, was der Juni so im Gepäck hat.

Monatsrückblick März 2020

Der März wird spannend, das war lange vorher schon klar. Mein Kalender war nicht nur proppenvoll, es standen auch jede Menge freudige und aufregende Ereignisse drin. Angefangen mit dem lang ersehnten Kinobesuch, einem überarbeiteten Flipchartseminar, einem Teambuilding und nach München sollte es auch wieder gehen. Sollte! Im März sollte so vieles – stattdessen kam Corona. Hier ein kleiner Ausschnitt eines revolutionären Monats – mein Monatsrückblick März 2020.

Ich weiß nicht mehr wann ich zum ersten Mal vom Coronavirus gehört habe aber ich erinnere mich noch gut an den Gedanken, dass das auch dieses Mal nichts mit mir zu tun haben wird. Alle Viren, die bisher so reingeschneit waren, gingen gänzlich unbemerkt an mir vorbei – so wird das auch dieses Mal. Dachte ich. Hm… ja… Nein!
Der März also…

Es lebe die Vorpremiere – Die Känguru-Chroniken.

Als bekennender Fan des Kängurus, ja ich gehöre zu den Nerds die beinahe jede Passage mitsprechen können, musste ich natürlich in die Vorpremiere. Was ein Glück. Da war Corona zwar auch schon da, aber alles war noch halb so wild und einen echten Känguru-Fan erschüttert so schnell nichts. Nichts ahnend, dass das der letzte Abend in Freiheit (gefühlt) sein wird, aßen wir Schnapspralinen und genossen das Beuteltier in Lebensgröße.

Fazit: Anders aber WITZIG!

Flipchartgestaltung und eine erschreckende Erkenntnis.

Wie man das so macht, kommt nach dem Vergnügen die Arbeit. Bei mir hieß das, Vorbereitungen für den Tag Flipchartgestaltung. Und während ich die Unterlagen zusammenstellte, tauchten auch gleich ein paar Fragen in meinem Hinterstübchen auf: Was, wenn kurzfristig alle wegen Corona absagen? Darf ich eigentlich die bewährten Knabbereien, die traditionell als Fingerfood daherkommen, reichen? Hätte ich doch Desinfektionsmittel gebraucht, wenigstens für die Materialien und das gute Gefühl? Da war sie, die Erkenntnis dieses blöde Virusdingens hat sehr wohl etwas mit mir zu tun. *grmpfl*

Im Nachhinein bleibt zu sagen – perfektes Timing! Alle waren da, wir hatten wie gewohnt viel Freude beim Lernen und Ausprobieren und am Ende gab es tolle Charts und witzige neue Bildvokabeln. Den Zeitfresser will ich euch gleich mal vorstellen.

Fazit: Schwein gehabt denn 4 Tage später sollte alles anders sein. Veranstaltungen durften nicht mehr stattfinden.

Aus offline wird online! Wer braucht schon Vorbereitung. 

Was hatte ich mich auf die zwei Tage Teambuilding gefreut. Mein Hirn lief seit Tagen auf Hochtouren, als Nachschlag gab es noch ein paar neue Bücher und soooo hübsche Teamspielchen hatte ich mir ausgedacht. Schöne Ideen, leider alle für die Katz. 

Im wahrsten Sinne des Wortes für die Katz war dann in der Tat alles, was die kommenden zwei Wochen folgen sollte. Quasi über Nacht wurden aus 7 Tagen Offlineseminar 7,5 Tage Onlineseminar. Während ich, abgesehen von täglich 6 Stunden schlechtem Schlaf durcharbeitete, genoss (und genießt noch) Yuki die Lage in vollen Zügen. Der Dosenöffner ist zu Hause. YEAH. Auf dem Bildschirm sind Menschen die sprechen. Yuchuuu. Katze im Glück. 

Im Ernst, das liebt Yuki total und so beobachtet sie fast den ganzen Tag und hoch konzentriert die Menschen auf dem Monitor. Sie wich nicht von meiner Seite, platzierte sich zu meiner Linken direkt neben dem Mikro und mauserte sich so zur Mitarbeiterin des Monats. 

Fazit: Über Nacht alles auf online umstellen, war … sagen wir sportlich. Vor allem weil Frau mal wieder nicht bereit war, einige ihrer Werte aufgrund außergewöhnlicher Umstände hinten an zustellen. Am Ende stand die Erkenntnis, Pacing geht auch online und es waren zwei richtig tolle Wochen. Dazu dann aber ein eigener Beitrag.

Akute Elbbedürftigkeit! 

Den lieben langen Tag am Rechner sitzen, mal zwei Tage nicht vor die Tür gehen, das ist mir bestens vertraut und überhaupt kein Problem. Den ganzen Tag vor der Kamera, das hat dann auch mich in die Bewegung aber vor allem an die Elbe getrieben. Ich brauchte ganz dringend eine große Portion Schlepperliebe. Also einmal bis Övelgönne laufen, mit der Fähre zurück und dann das… 

Da war Corona gerade mal sowas von sch…egal. Schwimmender Stahl. 😍 Hach. Und mal so nebenbei, ich mochte die COSCOs in ihrem schlichten grau ja etwas lieber.

München ist zum Monatsende natürlich ausgefallen – sehr schade. Aber wer mich kennt weiß, Untätigkeit steht mir nicht. Kann ich gar nicht. Jetzt also schnell das Bloggerloch der letzten Wochen wieder stopfen und dann ran an die nächsten Onlinekurse! Der Termin für die zweite Runde ICHgerecht Kompass steht: Am 18.07.2020 stechen wir wieder in See. Und dann wäre da ja noch… sag ich NOCH nicht! Das muss erst noch ein bisschen reifen und gären in meinem Kopf. Aber bald, versprochen!

Was für ein Monat. Langweilig war er in jedem Fall nicht.

Monatsrückblick Januar 2020 – Mit der Tür ins Haus fallen

Klar hätte man das Jahr 2020 ruhig angehen können. Erstmal ankommen, sich umsehen, einen Plan machen, um langsam mit dem neuen Jahr warm zu werden. Schöne Idee! Wohlgemerkt eine Idee. Mein 2020 fand das eher öde und hat sich gedacht „Keine halben Sachen“ und mich gleich mit viel Getöse ins Rennen geschickt. Auch schön! Uff… aber schön! Das war mein Januar 2020 – mein erster Monatsrückblick.

Monatsrückblick – meine 3 Highlights im Januar 2020

Gut eingestimmt mit Suzanne Grieger-Langer

So richtig vernünftig ist es nicht, wenn man am Abend vor einem höchst unmoralischen Weckerklingeln von 3:30 Uhr zur Show von Suzanne Grieger geht. Das Ticket war aber zuerst da, ich war neugierig und ich dachte mir, da bekomme ich bestimmt eine ordentliche Portion Motivation um am Tag drauf die Visualisierungshütte zu rocken. Bekam ich!

Ich war sehr neugierig auf diesen Abend und das gleich mehrfach.

Kommt die Frau live rüber wie in ihren Videos?

Tut sie. Und… ich mag sie. Am meisten für ihre klare Ansage. Kein höfliches drumherum Gequatsche, sondern die Dinge auf den Punkt bringen und beim Namen nennen. Gefällt mir sehr, auch wenn manch eine(r) die Nase rümpft weil… „sowas macht man doch nicht.“

Ihr Thema

Ich bekomme es nie ganz auf die Kette, wofür diese Frau nun eigentlich steht. Profilerin, ja gut aber in den Videos geht es oft um Persönlichkeitsentwicklung. Hat das was damit zu tun? Ich habe keine Ahnung, also hin da. Ich weiß es immer noch nicht aber ich bin wahrlich die Letzte, die über mehrere Standbeine verwundert sein sollte… ruft die Visualisierungstante von nebenan. 😉

Die SpeakerIN

Mich nervt das Genderthema und ich habe auch keine Aktien drin, trotzdem habe ich überwiegend Männer auf großen Bühnen gesehen und nun wollte ich mal sehen, ob Frauen auch so viel Show brauchen, um gut dazustehen. Suzanne brauchte keine. Keine Band, kein Gegröle, keine Partystimmung – gekonnt ist gekonnt. Ist sicher auch Geschmacksache, aber ihre Show war genau mein Ding.

Will ICH das?

Und dann ist da seit Jahren diese Hassliebe zwischen mir und der Bühne. Einerseits „Auf keinen Fall!“ und dann doch wieder dieser Reiz. Also schaue ich mir solche Veranstaltungen auch mit der Frage an: Will ich da vorne stehen? Meine introvertierten Rampensau-Anteile sind nach wie vor unschlüssig und es bleibt spannend.

Der Abend war auf jeden Fall super und 3,5 Stunden Schlaf, meine Güte, ich bin ja noch jung. Öhm…

Visualisierung zum Jahresauftakt x 2

Die Marker frisch gefüllt, die Flipcharts vorbereitet und der Drucker noch heiß von der Workbook-Produktion. Bereit für zwei Jahresauftaktveranstaltungen in zwei Tagen mit 564 km Entfernung, Luftlinie!

3,5 Stunden nach dem Abend mit Suzanne auf nach Lübeck: Jahresauftakt die Erste. Stellt euch eine Art Speeddating mit dem Thema „Prozesse visualisieren“ vor. Das ging ordentlich rund und wir hatten viele Aha-Momente und auch richtig viel Spaß. Ich habe auch gleich etwas gelernt – wie man eine schicke Zahnbürste zeichnet.

Im Anschluss mittels Fliegerzeug (so nannte ich das als Dreikäsehoch) nach München. Deutsche Bahn, Bus und Waldbahn brachten mich zum Jahresauftakt die Zweite in den Bayerischen Wald. Weniger Speed aber dafür zur Sache Schätzchen, tauchten wir ein in das Thema „Visualisieren im (Verkaufs)Gespräch.“ Wieder eine tolle Runde mit viel Spaß und gutem Feedback.

Das waren zwei richtig tolle Tage und wenn sie die Vorboten für das sind, was kommt, dann gibt es reichlich Grund für BINGO! BINGO! BINGO!

Würmli, Bingo und das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®)

Trotz großer Proteste seitens der Flauschqueen ging es zwei Tage später auch schon wieder los. Die dvct Fachtagung „Zeit für Umsetzungserfolge“ in Göttingen stand auf meinem Zettel. Ich habe im Beitrag „Mein Wort für 2020“ schon davon berichtet, daher hier meine Erfahrungen mit den Tagen danach.

Ich bekomme gerade jede Menge (Werbe)Mails mit der Frage, was denn meine Vorsätze so machen und ob ich sie schon über Bord geworfen hätte. Jedes Mal stelle ich entzückt fest: Nix ist über Bord gegangen! Ich bin am Start, es macht Spaß und das, obwohl ich ziemlich groggy bin und von Strand, Meer und Urlaub träume.

Das nenne ich mal ganz großes Kino. Ich schätze, das liegt auch an meinem hochmotivierten Würmli und dem Bild welches es sich ausgesucht hat. Ich bin auch noch immer ganz beeindruckt, dass mein Verstand das Bild nicht wirklich ansprechend findet, ihm eher Argumente dagegen einfallen aber das Würmli, das macht tief in mir jedes Mal einen Hüpfer, wenn es das Bild sieht.

Ich grabe mich also weiter ein ins Thema und freue mich schon jetzt auf die nächsten Coachings, bei denen es um Ziele geht, die wirklich erreicht werden wollen.

Das war mein Monatsrückblick für den Januar 2020 und ich bin gespannt, was der Februar im Gepäck hat. Auf jeden Fall wird weiter gebloggt und jede Menge ganz neue Trainings wollen konzipiert werden. Das wird sicher aufregend, mal wieder so ganz vorne beginnen. Yeah!

Habt es hübsch und bis bald.

Eure Britta & Herr Pöppel

Mein Jahresrückblick 2019

Jahresrückblick 2019

2019 war… hmm… die Vorbereitung. Ja so wird ein Schuh draus, denn ich hadere schon eine ganze Weile mit einer passenden Beschreibung für dieses Jahr. Schlecht oder gar mies, auf keinen Fall. Nicht einmal blöd oder „geht so“, würde es treffen. Im Großen und Ganzen lief alles wie geplant aber…

Gefühlt habe ich 2019 überwiegend hinter den Kulissen verbracht. Wenig Social Media, wenig unterwegs, wenig Kontakt zur Außenwelt, wenig gezeichnet, sogar wenig Schiffe und Elbe. Dafür viel gedacht, entwickelt, ausprobiert und vor allem viel gelernt. Mir meiner Berufung nochmal klarer geworden, mich wo angeschlossen und beinahe hätte ich etwas an den Haken gehängt – beinahe.

 

Ein paar der Meilensteine 2019: 

MeOK – „Mein erster Onlinekurs“

Der Kurs zum Kurs sozusagen und der größte Brocken des Jahres. Ich habe mich riesig darauf gefreut, mich mit Haut und Haar hineingestürzt und gefühlt das ganze Jahr mit dem Thema „Onlinekurs erstellen“ verbracht. Das hat viel Spaß gemacht aber unter uns, das ein oder andere Haar hat vor lauter Schreck seine Farbe verloren. Warum? Zum einen, weil so unendlich viel Detailarbeit in so einem Kurs steckt, dass ich manchmal am liebsten alles hingeschmissen hätte. So viele neue technische Spielereien wollten erobert werden und immer, wenn ich dachte „Ha, jetzt bin ich fertig“, kam ein „Ach nee, das musst du ja auch noch“. Das schien einfach kein Ende zu nehmen und da ich bei der Vergabe der Geduld ja damals krank war… aber irgendwann war es doch geschafft.

Und dann wäre da ja noch mein Anspruch. Pilotkurs hin oder her, schick muss es ja trotzdem sein und taugen muss es was. Ich trete ja nicht an, ohne mindestens die Welt aus den Angeln heben zu wollen. Das alles im laufenden Betrieb zu tun, da kam Frau schon manchmal ins Schwitzen. Alles in allem, jedes einzelne graue Haar habe ich mir hart erarbeitet und war es am Ende auch wert. Der Kurs hat stattgefunden, Spaß gebracht und die Teilnehmerinnen haben nach mehr gerufen. 2020 bringt demnach eine zweite Runde.

Weil ich es ohne sie auf keinen Fall geschafft hätte an dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Marit Alke mit ihrem Kurs „Mein erster Onlinekurs“ und an die komplette MeOK-Familie. 

Und unbedingt an Angelika Eder. Angelika, ohne deine Hilfe wäre nie der großartige Name ICHgerecht entstanden, in meinem Kopf wäre vermutlich noch immer Kuddelmuddel und ob die Landingpage je ihre Texte bekommen hätte, man weiß es nicht. 

Ich danke euch! 😘

Stahl in seiner neuen schönsten Form

Natürlich gilt die Auszeichnung „Stahl in seiner schönsten Form“ noch immer meinen geliebten HHLA Schwimmkränen aber… sie müssen sich den Titel jetzt teilen. Ein Traum wurde mir erfüllt und Herrn Pöppel gibt es jetzt auch in gebürstetem Edelstahl. 😍 Er ist einfach perfekt. Kann man ihn erwerben? Nein! Meins. 😉

Familienzuwachs

Der Traum vom eigenen Comic hat in diesem Jahr etwas an Energie einbüßen müssen, wie das Zeichnen insgesamt. Da war einfach zu viel drum herum und noch gelingt es mir nicht wirklich, das Zeichnen parallel zum Coachingzeugs laufen zu lassen. Das scheinen zwei getrennte Welten für mich zu sein. Aber…

Der Anfang ist gemacht und Herr Pöppel hat vier muntere Riemann-Freunde an seine Seite bekommen. Im Moment sind sie noch die Hauptprotagonisten, wenn ich Riemann visuell darstellen möchte. Die Dezemberereignisse haben allerdings ganz leise geflüstert, da kommt noch was.

Ich bin wieder dahaaaa

Eigentlich sollte es nur ein Experiment sein, diese Sache mit den längeren Haaren. Keine Ahnung, welcher Teufel mich geritten hat, dass das fast 10 Jahre andauern sollte. Egal, nu sind sie wieder ab und ich bin wieder viel mehr ich. Auch ein halbes Jahr später, freue mich noch täglich über diese Kurskorrektur. Blöd nur, wenn man sich am Tag vorher eine Tasse mit der alten Frisur bemalt hat. Irgendwas ist ja immer.

Der ICHgerecht Kompass geht an den Start  

Fortsetzung des ersten Meilensteins

Es war auch eine gute Portion Bockigkeit, der ich pünktlich zum 16. Firmenjubiläum die Premiere meines ersten Onlinekurses verdanke. Ohne ein „Ich hab gesagt, ich mach das jetzt, also mach ich das jetzt auch“ oder auch mein gern genommenes „Das woll’n wir ja mal sehen“, der Kurs hätte durchaus das Potenzial gehabt, nix zu werden. Ich sach nur: Blut, Schweiß und Tränen.

Am Ende ist ja bekanntlich immer alles gut und so sind wir am 16.08.2019 mit dem ICHgerecht Kompass in See gestochen. Ein großes DANKE an meine wunderbaren Teilnehmer*innen, die mit mir die Reise in ein für uns alle unbekanntes Gewässer angetreten sind. Hach. 

PS: Was hatte ich im Vorfeld Sorge, Yuki würde die Webinare mit ihrem akut süßen Flauschfaktor für sich in Anspruch nehmen. Am Ende musste ich sie, für’s letzte Webinar in die Kamera halten, weil die Queen doch tatsächlich jedes einzelne Webinar verpennt hat und einige Teilnehmerinnen die angekündigte Flauschblockade nun doch wenigstens einmal sehen wollten.

Zu Gast im Stifte-Paradies

Eine wahre Geduldsprobe waren die 3 Stunden ungeplanter Aufenthalt am Hamburger Bahnhof, weil unser Zug seine Reise nach Fulda wegen Polizeieinsatz nicht planmäßig antreten konnte. Gerade wollte ich aufgeben und aussteigen, da ging die Reise doch noch los. Was für ein Glück.

Von Fulda ging es nach Eichenzell und von dort direkt ins Stifte-Paradies – zu Gast bei Neuland. Viele tolle Stifte, das war ja klar aber das hier, das hätte nicht einmal meine blühende Fantasie zustand gebracht. In allerbester Atmosphäre hatten wir einen großartigen Tag, ein überraschendes Wiedersehen (na, wer findet die Überraschung auf einem der Bilder?), Inspiration vom Feinsten und ein freudiges „Hallo“ mit neuen und bereits vertrauten Kreativkolleginnen und Kollegen.

Warum ich da war und was es damit auf sich hat, dazu im neuen Jahr mehr. 😉

„To do: Es dieses Mal nicht wieder verbocken!“

Das stand auf einem Schild, welches ich leider nicht gekauft habe (ich Schaf!). Dabei passt der Satz schon seit Oktober wie Faust auf Auge. Nämlich die Faust von Silvester 2018/2019 und natürlich mein Auge.

Was war ich knatschig mit mir und quengelig das ganze Jahr über, weil ich es wieder nicht zu Ende gebracht hatte. Dabei lief es richtig gut und kaum wurde mir das bewusst, hatte ich einfach aufgehört. So blöd muss man erstmal sein. Es dieses Mal also nicht wieder verbocken! Wenn ich es in diesem Jahr auch nicht mache dann…

Bis 31.12.2019 galt es also 50.000 Wörter (ja, ich war so frei das NaNoWriMo-Ziel) ganz frech vom November in den Dezember zu entführen) geschrieben zu haben. Nicht irgendwelche Wörter, sondern den Shitty First Draft meines Buches. Ich habe gelernt, den ersten Entwurf schreibt man für den Papierkorb, erstmal alles raus. Unzensiert. Hauptsache raus. Da ich mir mit meinem Anspruch so gerne selbst im Weg stehe, schien mir das sinnvoll und außerdem, woher soll ich wissen, was ich schreiben will, wenn ich es nicht vorher gelesen habe. Knappe 20.000 Wörter habe ich bereits 2018 geschrieben, blieb also nur noch ein kleiner Rest von 30.000 Wörtern und fünf Wochen Zeit.

Es dieses Mal nicht wieder verbocken – ich brauchte Hilfe!

Ich erteilte 5 großartigen Frauen das Mandat mir unmittelbar ans Schienbein treten zu dürfen, wenn ich nicht täglich von meinen Schreibfortschritten berichten würde. Nix mit „macht nichts“ oder „ist nicht schlimm“, 100% Gnadenlosigkeit habe ich verordnet. Ich war allerdings selbst wohl so streng mit mir, dass es an wortkargen Tagen (es gab glücklicherweise nur zwei davon) trotzdem Lob dafür gab, es immerhin zu ein paar Worten gebracht zu haben.

Am Ende waren es nur 4 Wochen und nicht ganz 30.000 Wörter bis sich das Gefühl einstellte – es ist alles geschrieben. Für den ersten Entwurf habe ich fertig! Danke Ladys ohne euch hätte ich es wirklich nicht geschafft.

Obwohl sich viel Tolles ereignet hat, 2019 fühlt sich nicht wirklich nach einem „Bähm“ an. Es ist vielleicht meine Ungeduld, die Fortschritte gerne übersieht, die 2019 nur mit einem „O.K.“ beenden will. Aber…

2019 war eine richtig gute Vorbereitung für ein BÄHM 2020. 

Kommt gut ins neue Jahrzehnt und habt es hübsch. 🥂

PS: Auch 2019 war und ist die Flauschqueen maximal entzückend. Wir hatten unseren ersten Jahrestag