Riemann – gelebtes Beziehungsmanagement

von | 12.02.2021 | Fritz & Ich, Riemann | 0 Kommentare

Riemann – gelebtes Beziehungsmanagement

Neulich im Training:

Ich: Die neuen Fineliner benutze ich viel lieber. 

Teilnehmer: Schreiben die besser?

Ich: Keine Ahnung. Die sind aber schöner.

Teilnehmer: Aber warum muss ein Stift denn schön sein? *sehr viele erstaunte Runzeln zierten seine Stirn*

Ich: Hallo?! Natürlich muss ein Stift auch schön sein! Wie soll ich was Schönes zeichnen/schreiben, wenn ich den Stift nicht mag? *ich jetzt auch runzelig*

Teilnehmer: Schweigt. *noch mehr Runzeln auf der Stirn.*

Ich: Schweige. *runzelig*

So kann es gehen, wenn die Freunde der Dauer mit denen des Wechsels fachsimpeln. Da versteht man gegenseitig auch mal nur Bahnhof, wenn überhaupt. 

Beziehungsmanagement mit Riemann

Dieses kleine und völlig harmlose Beispiel zeigt uns, wie unsere Persönlichkeitsstruktur das gegenseitige Verständnis beeinflussen kann. Nun war unser Thema, weder relevant noch hat es langfristige Auswirkungen – in Beziehungen fangen die Probleme aber nicht selten so an. Am Ende kommt dann etwas wie: „Nie verstehst du mich.“

Gewisse Dinge werden wir mit einem anderen Muster unserer Persönlichkeit nie wirklich nachempfinden können ABER das ist längst keine Ausrede sich nicht zu bemühen und das Thema mit einem „Ich bin eben so“ abzutun. Zumindest nicht, wenn uns an einem guten Kontakt gelegen ist und das kann man an solchen Kleinigkeiten ganz wunderbar üben. 

Das betrifft Geschäftsbeziehungen natürlich gleichermaßen wie Paarbeziehungen. Logisch!

Wenn „Ich bin eben so“ nicht durchgeht und Augen verdrehen, auch keine wirkliche Lösung ist, was dann?

Erkennen, verstehen und echtes Begreifen!

Ich stelle die gewagte These auf, immer wenn sich der Impuls, die Augen zu verdrehen regt, ist das ein Signal Herrn Riemann zu Rate zu ziehen. Solche Kleinigkeiten sind der Kern von einem guten Miteinander, denn hier fängt es schließlich an. Und wenn wir das schon nicht hinbekommen, wie dann bei echt fetten Unterschieden?

Was also tun?
Ich checke grob über den Daumen, welchen Typ Wundertüte ich vor mir habe. Habe ich meine Hypothese gebildet, dann prüfe ich, wie ich denn gerade unterwegs bin. Dann folgen drei Schritte…

Erkennen, dass hier zwei völlig verschiedene (zumindest im Beispiel) Wundertüten aufeinandertreffen. 

Verstehen, dass es aufgrund unserer Muster gar nicht anders sein kann, als mit runzeligen Stirnen abzulaufen. Außer… 

…wir begreifen es wirklich. Dann haben wir unsere Unterschiedlichkeit erkannt, verstanden und unser Geschenk darin begriffen. Dann ist unser Gegenüber plötzlich nicht nur verständnislos, sondern einfach nur anders gestrickt. Logisch, dass hier kein „Auf jeden Fall muss der Stift schön sein“ kommt, die Prioritäten liegen ganz woanders.

Die beiden Typen kurz anhand des Beispiels skizziert:

  • Die Dauer braucht einen Stift, um etwas aufzuschreiben. Fertig.
    Den Fokus auf das Ziel, Effizienz und Effektivität. Kein Chichi.
  • Der Wechsel braucht ein Werkzeug, um etwas zu schaffen.
    Den Fokus auf den Prozess, die Inspiration, den kreativen Funken. Das braucht nun mal ein gewisses Maß an Chichi … Ästhetik.

Fazit: Beide sind in unterschiedlichen Prozessen (man könnte sagen Missionen) unterwegs und das braucht unterschiedliche Gadgets.

Und da das Eine ohne das Andere am Ende zu nichts führt, lohnt es sich zu erkennen, verstehen und am Ende wirklich zu begreifen. Das erspart uns auch die Falten*.

Und nun wisst ihr auch, warum mein eTraining ICHgerecht Kompass in diese drei Phasen aufgeteilt ist. Wir erkennen erstmal die Muster, verstehen dann den Alltag und begreifen am Ende, wie es gelingen kann. 

PS: Die Stifte um die es ging

Das sind meine alten und die neuen FineOnes von neuland.
No Werbung, No Auftrag, No Bezahlung – 100% Fan.

*
Ein Dauerargument dazu wäre: Du sparst Geld, weil du keine Faltencreme brauchst.
Ein Wechselargument: Du siehst heute guuuuut aus. 
Spaß. 😉

Anzahl der Wörter: 574
Den Hintergrund, die Regeln dieses Projektes kannst du im ersten Beitrag zu Fritz & Ich nachlesen.


Fritz & Ich ist ein Projekt, welches im Januar 2021 von mir ins Leben gerufen wurde. Es geht um meine alltäglichen Erfahrungen mit dem Persönlichkeitsmodell von Fritz Riemann, nach seinem Longseller „Grundformen der Angst“. Ich belege hier meine persönliche These „Ein Leben ohne Riemann ist möglich, aber sinnlos“* und teile mit euch Gelegenheiten, Momente und Erfahrungen des Alltags in denen mir Fritz und sein Ansatz hilfreich zur Seite stehen.

*Das Original Zitat von Loriot lautet: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“


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