Riemann – wie er diesen Blog rettete #04

von | 29.01.2021 | Fritz & Ich, Riemann | 0 Kommentare

Dienstag Abend war ich bei Anna Koschinski im Workshop „Blogartikel schreiben in unter einer Stunde“. Nach fünf Trainingstagen hing ich zwar völlig in den Seilen, aber das wollte ich unbedingt wissen. Einen Artikel in weniger als einer Stunde schreiben und veröffentlichen – ein Träumchen, wie ich finde. 

Die Kunst des Bloggens

Im Laufe des Abends sagte Anna „Bloggen ist ein Gespräch – eine Beziehung“, das fand ich sehr schön. Vielleicht braucht meine Schreiberei, genau deswegen so ewig denn ich schreibe nicht aus dem Kopf, sondern etwas ganz tief in mir schreibt mich.

Motiviert, heute einen Artikel in nur einer Stunde zu schreiben, wollte ich eben nur noch kurz auf Annas Blog vorbeischauen und ZACK… es trifft mich bis ins Mark. Ich lese was vom Kommentieren, von Mehrwert und dem Schreiben für deine Zielgruppe. Das waren gleich 3 meiner wunden Punkte in einem Artikel. Schokolade war keine dabei. 

Dieses Mehrwert ist ein Grund, weswegen ich lange nicht geschrieben habe, beziehungsweise nur still und heimlich. Mehrwert bieten ist, so wie ich gestrickt bin, ein Fass ohne Boden. Da werde ich nicht nur nie fertig, ich fange gar nicht erst an. Irgendwie scheine ich blind zu sein für Mehrwert, zumindest bei mir. Aber… im Workshop bei Anna habe ich gelernt, was auch Mehrwert ist. Im Workshop war ich fein damit. 

Dann habe ich noch gelesen, Artikel sollen keine Selbstdarstellung sein, stattdessen auf die Zielgruppe abgestimmt. Hm… meine Zielgruppe ist aber bunt, vielseitig und wunderbar. Außerdem kann ich nur schreiben, wie mir der Stift gewachsen ist. Sobald ich anfange, für meine Zielgruppe zu schreiben, zermartere ich mir das Hirn und wenn überhaupt was rauskommt, dann Kuddelmuddel.

Und jetzt muss ich euch etwas gestehen. Ich entschuldige mich schon vorweg, aber ich will ehrlich mit euch sein. Ich hatte vorher (also, bis ich jetzt wieder angefangen hatte) die Kommentarfunktion bewusst deaktiviert denn… warum sollte ich wollen, dass jemand meine Sicht der Dinge kommentiert? Besser gesagt, warum sollte ich mit jedem (und man muss online ja mit wirklich allem rechnen) über meine Meinung diskutieren wollen? Da kräuselt sie sich schon wieder, meine Stirn. 

Eiskalter Schauer

Oh Schreck! Ist mein Blog am Ende nur reine Selbstdarstellung? Eine 100% Ego-Nummer und Ansammlung wild zusammengesetzter Zeichen ohne jeglichen Mehrwert? Weil ich, ohne es böse oder aus Interesselosigkeit zu meinen, einfach keine Motivation durch Kommentaren empfinden kann? Ich will das so nicht! Ich will Mehrwert, ich will Sinn, ich will dich inspirieren, motivieren und zur Hölle nochmal, ich will auch dieses Schreib-Lese-Beziehungs-Dings. Und da war wieder der Gedanke, ich trau mich doch nicht zu bloggen. Ich schreibe lieber nur für mich.

Dann kam Fritz

Ich musste grinsen. Habe dem Gedanken einen Kaffee übergeschüttet und schreibe diese Zeilen. Du fragst dich, warum dieser Artikel in der Rubrik Fritz & Ich stehen darf und warum ich grinsen musste?

Weil ich am Ende eben doch das Herz eines Distanzlers habe! Nicht aus der Facette, dass mir andere egal sind, nicht weil ich eben nur n’ Egonummer abziehen möchte. Sondern weil ich dir zwar aus tiefstem Herzen einen Mehrwert – blödes Wort! – eine Inspiration schenken möchte, mir am Ende der Fahnenstange aber, ganz Distanz like, doch selbst genug bin. Wenn ich über das schreibe, was von allein aus mir heraussprudelt, dann brauche ich keine Regeln, keine Bestätigung, erst recht keine Diskussion. Ich teile hier mein Innerstes mit dir, darüber gibt es schlichtweg nichts zu diskutieren. Was ein persönliches, philosophisches Pläuschchen bei einem 🍷 keineswegs ausschließt. 

Und bei all diesen Zeilen zeigt mir meine Distanz den Vogel und meint: „Du willst das doch nicht ernsthaft veröffentlichen?“ Doch liebe Distanz, das machen wir. Lass uns der Welt zeigen, das Distanzler*in zu sein, nichts damit zu tun hat, ein kaltes, distanziertes Egotier zu sein. Es viel mehr darum geht, woher unsere Kraft kommt oder um es NLPlerisch zu sagen, welchen Referenzrahmen wir haben.

PS: Am Ende hab ich mich natürlich doch über eure bisherigen Kommentare und Feedbacks per Mail gefreut. 😉

PPPS: 678 Wörter! Damit wäre die 500 Wörter-Regel offiziell gekippt. Liebe Grüße auch von meiner Dauer, die meint „Hauptsache du bleibst dieses Mal dran!“

Anzahl der Wörter: 678
Den Hintergrund, die Regeln dieses Projektes kannst du im ersten Beitrag zu Fritz & Ich nachlesen.


Fritz & Ich ist ein Projekt, welches im Januar 2021 von mir ins Leben gerufen wurde. Es geht um meine alltäglichen Erfahrungen mit dem Persönlichkeitsmodell von Fritz Riemann, nach seinem Longseller „Grundformen der Angst“. Ich belege hier meine persönliche These „Ein Leben ohne Riemann ist möglich, aber sinnlos“* und teile mit euch Gelegenheiten, Momente und Erfahrungen des Alltags in denen mir Fritz und sein Ansatz hilfreich zur Seite stehen.

*Das Original Zitat von Loriot lautet: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“


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