Schnelles Beziehungsmanagement zum Valentinstag

von | 14.02.2021 | Riemann | 0 Kommentare

„Behandele jeden so, wie du selbst behandelt werden möchtest“,
so der Rat den uns Konfuzius mitgegeben haben soll. 

Ich finde, das ist zu kurz gesprungen und schlage viel mehr vor: „Behandele Menschen so, wie es ICHgerecht für sie ist.“ Heute am Valentinstag könnten wir das doch einfach einmal ausprobieren. Spielerisch, nur so zum Spaß, um zu sehen, wie es ankommt und wie sich unser Miteinander dadurch entwickeln kann. Die Basis ist natürlich, was auch sonst, das Riemann-Thomann-Modell. 😉

Beziehungsmanagement für die Distanz:

Die Distanz ist ja gerne für sich. Wie wäre es, wenn wir ihr das heute proaktiv anbieten. Ganz im Sinne von: „Schatz, ich mache heute mal dieses oder jedes und du hast ein bisschen Zeit für dich“. Wenn du das im Alltag eh schon machst, wird das noch kein großes „Ohooo“ auslösen, wenn das sonst allerdings gar nicht deine Art ist, dann mach dich auf ein Feuerwerk an „Ohhhh, Ahhhh, Uiiiiiii“ gefasst. 

Unter normalen Umständen würde ich sagen, geh mit deiner Distanz irgendwohin, wo es etwas zu erforschen, ergründen und zu lernen gibt, das ist nämlich genau so gut wie mit sich allein zu sein. Planetarium oder sowas. Da wir derzeit vor verschlossenen Türen stehen würden, ein Buch oder Zeitschrift tut es auch. Und dann Ruhe gönnen, ohne selbst ein langes Gesicht zu machen, und anschließend lächeln und gucken, was von der Distanz von allein kommt. Ich gebe zu, eine echte Herausforderung für unsere Freunde der Nähe aber hey, es ist Valentinstag.

Beziehungsmanagement für die Nähe:

Die Nähe liebt das WIR und das am liebsten gemeinsam. Also ein echter Valentin wäre Frühstück am Bett. Schon zu spät? Kein Problem ein schönes Candlelight-Dinner ist genau so gut und das profitiert sogar noch davon, dass wir das derzeit nur zu Hause und selbst arrangieren können. Ein Blümchen, ein Herz aus Schnee… eine kleine Aufmerksamkeit – nichts Großes, nichts Teures. Was von Herzen… und schon ist die Nähe die deine. Gerade nichts da und nichts aufzutreiben? Gar kein Problem, ein aufrichtig und ernst gemeintes Kompliment ist genau so gut. Noch besser als Geschenke und Komplimente ist gemeinsame Zeit und Aufmerksamkeit. Echtes Zuhören ist gefragt und auf die Nähe eingehen. Ja, da werden unsere Freunde der Distanz und Dauer ganz schön was zu knabbern haben.

Beziehungsmanagement für die Dauer:

Bitte bodenständig, vernünftig und auf jeden Fall zu vermeiden ist ein großes Brimborium. Die Dauer bekommt meist schon Pickel vom Wort „Valentistag“ – nur Kommerz, ich liebe XY immer, da brauche ich kein…. Für uns ist das prima, wir erwähnen Valentinstag daher am besten einfach gar nicht. Ist halt der 14.02., basta. Das hält uns aber nicht davon an, der Dauer still und heimlich doch eine Freude unterzujubeln. Wir Schlingel aber auch. 😉 

Das geht auch ganz ohne Zauberei und viel Aufwand, nur ein, bisschen Zeit und Interesse brauchen wir dazu. „Du Schatz, erklär mir doch (noch)mal dieses XY. „Wenn du das alles schon im Schlaf runterbeten kannst, empfehle ich auch „Schatz, wie war das damals, erzähl doch (noch)mal…“ Und dann Klappe halten, nicken, erstaunt gucken, beeindruckt sein und auch mal nachfragen. Aber bitte nicht zu oft unterbrechen mit deinen Fragen.

Beziehungsmanagement für den Wechsel:

Es wird wohl ein Wechsel gewesen sein dieser Valentin. Scherz, ich hab keine Ahnung, wer Valentin war aber das Fest als solches, das ist dem Wechsel schon genehm. Warum? Na hallo… es gibt Aufmerksamkeit, Blumen und mit Glück sogar ein Geschenk? Perfekt! Das macht es uns wieder einfach dem Wechsel ICHgerecht einen schönen Tag zu bereiten. Blumenstrauß (wenn es bei der Nähe auch ein Gänseblümchen vom Wegesrand sein darf, hier eher sowas wie ein Strauß Rosen oder sonst was Ausgefallenes) und dann was Neues, was Verrücktes, etwas, was so noch nie da war oder zumindest nicht Alltag ist, unternehmen. Du hast keine Idee? Macht nichts, der Wechsel hat immer welche. Der magische Satz: „Hey Schatz, lass uns doch heute mal was verrücktes machen. Du hast immer so witzige Ideen.“ Zack… läuft.

Wenn die Distanz die Nähe behandelt, wie sie selbst behandelt werden will, kommen die beiden nie auf einen grünen Zweig. Geben sie sich aber ein bisschen Mühe für das Gegenüber, dann läufts wie am Schnürchen. Und das gilt natürlich auch für alle anderen Kombinationen und ebenso im Arbeitsalltag. Ob du allerdings „Schatz“ zur Führungskraft oder deinen Kunden sagst, das würde ich kurz nochmal checken. Aber wer weiß, welch neue Möglichkeiten sich so ergeben. 😉

Das war natürlich stark vereinfacht und vor allem 100% Klischee. Das Denken in diesen Extremen erleichtert uns das Verständnis um die Komplexität zwischenmenschlicher Beziehungsdynamiken. Von daher, lege meine Worte nicht auf die Goldwaage, lass dich – wenn du magst – inspirieren und probiere es einfach aus. Ich würde wetten, du machst eine gute Erfahrung. Viel Spaß damit.

Wenn du mehr über den ICHgerechten Umgang im Kontakt erfahren möchtest, sei beim ICHgerecht Kompass dabei. Wir starten am 12.03.2021.

ICHgerecht Kompass 2021

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