Das Riemann-Thomann-Modell – der Nutzen für Coaches #02

Nächste Woche steht seit längerer Zeit wieder das Riemann-Thomann-Modell auf meinem Trainingsprogramm. Allerdings nicht in eigener Sache, kein ICHgerecht Kompass, kein Fritz & Ich, stattdessen zwei Tage Training für angehende Coaches.

Also nochmal ganz von vorne, mich gedanklich auf die Grundlagen, den Einstieg konzentrieren. Ich gestehe, das fällt mir gar nicht so leicht. Viel zu verlockt bin ich, mich gleich mitten rein und in die Tiefe zu stürzen. Aber ich will meine Teilnehmenden weder verschrecken noch mit der Fülle an Möglichkeiten und Eindrücken erschlagen. 

Daher nutze ich Fritz & Ich heute ganz frech dafür mich selbst nochmal zu fragen: Was bringt mir das Riemann-Thomann-Modell als Coach, was ist mein Nutzen?

Das Riemann-Thomann-Modell – der Nutzen für Coaches

1.) Das eigene Selbstverständnis schärfen

WER und WIE bin ich als Coach? Wie prägt meine Persönlichkeitsstruktur meine Arbeit? Wo ist sie förderlich, wo vielleicht hinderlich? Wo ist sie mir vielleicht so vertraut, dass sie mir gar nicht bewusst ist?

2.) Mein Einfluss auf Andere

Was triggert mein so sein bei meinem Gegenüber? Ohne bewusst etwas zu tun, was löse ich beim Anderen aus und wie wirkt sich das auf den Coachingprozess aus? Treffen sich zwei Nähe-Freunde wird es anders laufen als die Begegnung zweier Distanz-Nähe-Freunde.

3.) Tieferes Begreifen

Über das Hören und Lauschen hinaus, die Muster des Coachee begreifen und gegebenenfalls Zusammenhänge zum Thema erkennen.

4.) Interventionen die passen

Auch wenn eine Intervention theoretisch perfekt passt, sie kann den Prozess erschweren, wenn wir nicht erkennen, welche Muster im Hintergrund beteiligt sind. Damit meine ich keineswegs, dass es immer flauschig sein muss. Einfach eine bewusste Wahl treffen können, mit den zusätzlichen Informationen die uns Riemann zuflüstert.

5.) Wirksamkeit und Nachhaltigkeit

Zu wissen, welchen Typ ich vor mir habe, verrät mir außerdem viel darüber, wie ich Wirksamkeit sicherstellen kann. Was sind typische Verhaltensweisen, sind sie dienlich, wie kann ich sie bewusst zur langanhaltenden Zielerreichung einsetzen?

6.) Die eigene Landkarte

Auch der beste und reflektierteste Coach ist mit eigenen Mustern unterwegs. Die zu kennen, verhindert im Prozess, dass schlummernde Knöpfe gedrückt werden und wir am Ende mehr auf der eigenen als auf der Landkarte des Coachee unterwegs sind.

7.) Dieselbe Sprache sprechen

Du kennst das, Freunde der Dauer drücken sich anders aus als die Freunde des Wechsels. Und damit beide nicht gleich die Augen verdrehen müssen, entspannt es zu verstehen, welchen freundlichen Typen wir da vor uns haben.

8.) Spaß

Es macht einfach Spaß, mit dem Riemann-Thomann-Modell zu arbeiten, man kann immer wieder Neues und Spannendes in sich und Anderen entdecken. OK, ich gebe zu, dieser Punkt ist eher nicht objektiv. Aber Spaß macht es schon und ich habe noch nie jemanden getroffen, der/die mir etwas Gegenteiliges berichtet hätte. Wie siehts aus, macht dir die Arbeit mit Riemann Spaß oder eher nicht so?

Na, da ist jetzt ganz schön was zusammengekommen. Dabei soll man doch nur 3, 5 oder maximal sieben Punkte aufzählen sagt man. Was schert es meine Distanz und Wechselanteile.  😉

Anzahl der Wörter: 491
Den Hintergrund, die Regeln dieses Projektes kannst du im ersten Beitrag zu Fritz & Ich nachlesen.


Fritz & Ich ist ein Projekt, welches im Januar 2021 von mir ins Leben gerufen wurde. Es geht um meine alltäglichen Erfahrungen mit dem Persönlichkeitsmodell von Fritz Riemann, nach seinem Longseller „Grundformen der Angst“. Ich belege hier meine persönliche These „Ein Leben ohne Riemann ist möglich, aber sinnlos“* und teile mit euch Gelegenheiten, Momente und Erfahrungen des Alltags in denen mir Fritz und sein Ansatz hilfreich zur Seite stehen.

*Das Original Zitat von Loriot lautet: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“


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Fritz & Ich – (M)ein Projekt 2021 #01

Wie ich die Grundformen der Angst von Fritz Riemann in meinem Alltag lebe.

Dieser Beitrag ist der Auftakt, ein kurzer Abriss über das WARUM und das WIE meines Fritz & Ich Projektes.

Fritz Riemann und sein Buch Grundformen der Angst sind mir begegnet, da war ich gerade 20 Jahre alt. Ein Lehrer hatte uns das Buch empfohlen und etwas in mir wusste gleich: DAS ist mein Buch, da finde ich Antworten. Das mich Riemanns Werk so lange und nachhaltig beschäftigen und mein Tun beeinflussen wird, damit war wirklich nicht zu rechnen.

Über 25 Jahre ist das her und ich lese und höre das Buch immer wieder – bis heute. Ich inhaliere es, drehe und wende seine Worte und lausche der Resonanz, die sie in mir erzeugen. Das macht Spaß, ist aber wahrlich nicht immer nur Vergnügen. 

Nun mag man meinen, Frau Ludwig ist vielleicht schwer von Kapee und muss das Buch deswegen immer wieder lesen – und ich kann das auch nicht ausschließen – aber vielleicht liegt es auch daran, dass da so viel für mich drin ist und ich es auf beinahe alle Situationen im Leben anwenden kann. Also alle be·merken·s·wert·en Situationen. Selbst ich spüle mein Geschirr ohne den Prozess nach Riemann zu analysieren. Wobei… ich könnte… 

Genau das, und auch Loriot, ist der Grund für mein Projekt Fritz & Ich.

Von Loriot leihe ich mir, in abgewandelter Form, ein Zitat* und behaupte: „Ein Leben ohne Riemann ist möglich, aber sinnlos“. Klar, man kann Riemann außer Acht lassen, man kann ihn sich aber auch als Unterstützung an die Seite holen, um sich selbst und Andere viel besser zu verstehen. Und haben wir die Dinge mal verstanden, oder wenigstens durchschaut, dann können wir sie auch ändern. Und Selbstwirksamkeit, die finde ich wirklich megasexy.

Fritz & Ich soll meine Behauptung hinterfragen, belegen…

Mit diesem Projekt biete ich meinen zahllosen Gedanken und Ideen einen Raum. So haben sie es warm und trocken und ich kann mich entspannt (so die Hoffnung) dem zugehörigen Buchprojekt widmen. 

Bei Fritz & Ich handelt es sich um mein persönliches Verständnis der Grundformen der Angst. Das passt nicht immer zu dem, was man so denkt. Ich biete dir meine Gedanken lediglich an, nimm sie, denke sie weiter oder lasse sie liegen. 

Die Regeln für Fritz & Ich:

Ich schreibe…

  • …wöchentlich!
  • …maximal 500 Wörter.
  • …über die alltäglichen „Begegnungen“ mit „Fritz“.
  • …über das, was mir mein Alltag zeigt, die Beiträge folgen keiner Reihenfolge.
  • …oder du stellst mir eine Frage (zum Thema) auf die ich eingehe. Keine Zusage, kein Versprechen, lediglich eine Option.

Fritz & Ich – mit allem Respekt und unendlicher Dankbarkeit

Wenn ich Herrn Riemann in meinem Projekttitel Fritz nenne, meine ich das keinesfalls respektlos. Viel mehr ist es so, dass er mich über so viele Jahre, so viele schöne wie auch dunkle Stunden begleitet, mir Halt gegeben hat, dass ich mich ihm und seinem Werk so verbunden fühle, dass das DU mir als die angemessenste Form erscheint. 

Anzahl der Wörter: 492


Fritz & Ich ist ein Projekt, welches im Januar 2021 von mir ins Leben gerufen wurde. Es geht um meine alltäglichen Erfahrungen mit dem Persönlichkeitsmodell von Fritz Riemann, nach seinem Longseller „Grundformen der Angst“. Ich belege hier meine persönliche These „Ein Leben ohne Riemann ist möglich, aber sinnlos“* und teile mit euch Gelegenheiten, Momente und Erfahrungen des Alltags in denen mir Fritz und sein Ansatz hilfreich zur Seite stehen.

*Das Original Zitat von Loriot lautet: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“


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