ICHgerecht – was genau bedeutet das eigentlich?

ICHgerecht ist ein Leben, das zu dir passt. In das du alles was dir wirklich liegt, einbringen und ausleben kannst. Du folgst nicht dem, was du immer getan hast und erst Recht nicht dem, was man so macht. Du kennst deine Werte, weißt was dich motiviert und was dich zu viel Kraft kostet. Der Umgang mit Anderen wird leichter, weil du deine Muster kennst, die der anderen erkennst und bewusst einen für euch beide passenden Weg finden kannst.

Kurz: Du weißt, wer du bist, was du willst
und welches deine ganz persönliche Art und Weise ist,
genau das auch zu erreichen.

Steht ICHgerecht für Selbstoptimierung? Nein!

Persönlichkeitsentwicklung wird immer häufiger gleichgesetzt mit Selbstoptimierung im Sinne von höher, schneller, weiter. Genau das meine ich nicht! Wenn ich von ICHgerecht spreche, dann geht es nicht um mehr Leistung oder Erfolg, sondern um mehr Zufriedenheit. Darum dass es leichter geht, du mehr Spaß an dem hast, was du machst und wie du es machst. Ich bin davon überzeugt, dass wir nur dann unser Bestes geben können, wenn wir echte Freude an unserem Tun haben. So ergeben sich Erfolg und erreichte Ziele als ein nettes Nebenprodukt eines ICHgerechten Lebens. Unser Fokus bleibt auf einem Leben zu dem wir voll und ganz JA oder auch „BINGO“ sagen können.

3 ½ Phasen für ein ICHgerechtes Leben.

  • Reflexion – Erkenne deine eigenen Denk- und Verhaltensmuster
  • Verstehen – Zusammenhänge, Motive und Auslöser verstehen

Entscheidung – Welche Kapsel wählst du? Die rote oder die blaue?*

  •  Umsetzen – Alte Gewohnheiten durchbrechen und neue Wege gehen.

Phase 1: Erkenne dich selbst.
Der Blick in den Spiegel, was ist dir wichtig, was treibt dich an und was raubt dir deine Energie? Eine Bestandsaufnahme über die inneren Muster denen wir Tag ein, Tag aus ganz automatisch folgen.

Phase 2: Warum tust du, was du tust?
Ich meine natürlich nicht, warum du ans Telefon gehst, wenn es klingelt aber zum Beispiel, warum du dich schlecht fühlst, wenn es klingelt. Was steckt hinter unseren Handlungs- und Gefühlsmustern?

Entscheidung. Du hast die Wahl.
Manchmal machen wir uns gar nicht erst auf den Weg, aus Angst vor dem, was kommen könnte. Schließlich ist das, was wir haben bekannt, vertraut, wir wissen genau, was kommt und das hat definitiv Vorteile.

Phase 3: Auf dem Weg zum ICHgerechten Leben
Jetzt da wir das was und das warum kennen, kann das Spiel beginnen. Neue Verhaltens- und Denkmuster werden ausprobiert und in den Alltag integriert, und zwar so lange bis du sagst: „BINGO, das passt, das bin ICH.“

Es ist leicht, ein ICHgerechtes Leben zu führen, aber es ist nicht immer einfach.

Herausforderungen auf dem ICHgerechten Weg

Zwei Eigenschaften brauchst du, wenn du dich auf diesen Weg machen möchtest.

  • Ehrlichkeit

  • Mut

Ehrlichkeit weil du nur etwas verändern kannst, wenn du das, was ist, wirklich ansiehst. Schon das klingt einfacher, als es manchmal ist, denn eingelullt von Gewohnheiten sind wir für das Naheliegendste oft blind. Wir müssen daher immer wieder hinterfragen, überprüfen und ausprobieren, ob es nicht auch anders sein kann. Einfache Beispiele, die du vermutlich auch kennst: Ein Geschenk in unserem Regal, was da wie selbstverständlich steht, schließlich ist es ein Geschenk. Ein Kleidungsstück in dem wir uns nicht so richtig wohl fühlen, es aber tragen. Ein Ablagesystem was einfach nur nervt, aber eben so ist. Eine Arbeit, ein Termin, ein Gespräch und die schon sonntags einsetzenden Bauchschmerzen wegen dem drohenden Montag. All das braucht im ersten Schritt die Ehrlichkeit zu einem „Ja, das finde ich blöd. Ich hätte das gerne anders.“

Was ist so schwer an Ehrlichkeit?

Der Grund, weswegen wir manchmal nicht ehrlich in unseren Bewertungen sind, führt uns gleich zur zweiten Eigenschaft, dem Mut. Unser Unbewusstes ist ein flinker Fuchs der lange, bevor wir es bemerken, schon weiß, wenn ich X als blöd bewerte, dann wäre es cool, wenn ich das ändere, und Veränderungen erfordern oft Mut.

Und am Mut wiederum hängen gerne Themen wie „Nein“ sagen können, die Angst andere zu verletzen und die 100%ige Übernahme von Verantwortung für unsere eigene Zufriedenheit.

Wenn unser blitzschnelles Unterbewusstsein uns all die möglichen Nebenwirkungen präsentiert, da halten wir uns gerne mal die Augen zu. Frei nach dem Motto, ich seh dich nicht, dann siehst du mich auch nicht und sagen „Nein, es ist wirklich alles prima.“ Unbewusst natürlich, das ist der Haken an der Sache.

Das geht auch eine ganze Weile gut, bis das Grummeln im Inneren lauter wird. Wir irgendwann aus einem unerfindlichen Grund unzufrieden sind, die Krise auf einen Kaffee rum kommt und wir irgendwann die Faxen so richtig dicke haben.

ICHgerecht – Du hast die Wahl

Auch wenn sich die Wissenschaft gar nicht so einig darüber ist, wie frei wir in unseren Entscheidungen wirklich sind, an der Oberfläche unseres Alltags haben wir die Wahl. Wir dürfen alles so belassen, wie es ist und wir dürfen uns auf die spannende Reise zu uns selbst begeben. Aber… eins solltest du wissen: Je weiter du dich auf dieser Reise nach vorne wagst, um so schwerer wird es, die Augen verschlossen zu halten. Aber warum solltest du das wollen?

Ich wünsche dir Mut und Spaß beim Entdecken, wer und wie du auch sein kannst.

Britta & Herr Pöppel

*„Die rote oder die blaue Kapsel“ bezieht sich auf eine Szene aus dem Film „Matrix“. Neo, der Held steht vor der Wahl zwischen der Freiheit und einem Gefängnis für seinen Verstand. Hier kannst du dir die Filmszene ansehen. *klick*