Monatsrückblick März 2020

Der März wird spannend, das war lange vorher schon klar. Mein Kalender war nicht nur proppenvoll, es standen auch jede Menge freudige und aufregende Ereignisse drin. Angefangen mit dem lang ersehnten Kinobesuch, einem überarbeiteten Flipchartseminar, einem Teambuilding und nach München sollte es auch wieder gehen. Sollte! Im März sollte so vieles – stattdessen kam Corona. Hier ein kleiner Ausschnitt eines revolutionären Monats – mein Monatsrückblick März 2020.

Ich weiß nicht mehr wann ich zum ersten Mal vom Coronavirus gehört habe aber ich erinnere mich noch gut an den Gedanken, dass das auch dieses Mal nichts mit mir zu tun haben wird. Alle Viren, die bisher so reingeschneit waren, gingen gänzlich unbemerkt an mir vorbei – so wird das auch dieses Mal. Dachte ich. Hm… ja… Nein!
Der März also…

Es lebe die Vorpremiere – Die Känguru-Chroniken.

Als bekennender Fan des Kängurus, ja ich gehöre zu den Nerds die beinahe jede Passage mitsprechen können, musste ich natürlich in die Vorpremiere. Was ein Glück. Da war Corona zwar auch schon da, aber alles war noch halb so wild und einen echten Känguru-Fan erschüttert so schnell nichts. Nichts ahnend, dass das der letzte Abend in Freiheit (gefühlt) sein wird, aßen wir Schnapspralinen und genossen das Beuteltier in Lebensgröße.

Fazit: Anders aber WITZIG!

Flipchartgestaltung und eine erschreckende Erkenntnis.

Wie man das so macht, kommt nach dem Vergnügen die Arbeit. Bei mir hieß das, Vorbereitungen für den Tag Flipchartgestaltung. Und während ich die Unterlagen zusammenstellte, tauchten auch gleich ein paar Fragen in meinem Hinterstübchen auf: Was, wenn kurzfristig alle wegen Corona absagen? Darf ich eigentlich die bewährten Knabbereien, die traditionell als Fingerfood daherkommen, reichen? Hätte ich doch Desinfektionsmittel gebraucht, wenigstens für die Materialien und das gute Gefühl? Da war sie, die Erkenntnis dieses blöde Virusdingens hat sehr wohl etwas mit mir zu tun. *grmpfl*

Im Nachhinein bleibt zu sagen – perfektes Timing! Alle waren da, wir hatten wie gewohnt viel Freude beim Lernen und Ausprobieren und am Ende gab es tolle Charts und witzige neue Bildvokabeln. Den Zeitfresser will ich euch gleich mal vorstellen.

Fazit: Schwein gehabt denn 4 Tage später sollte alles anders sein. Veranstaltungen durften nicht mehr stattfinden.

Aus offline wird online! Wer braucht schon Vorbereitung. 

Was hatte ich mich auf die zwei Tage Teambuilding gefreut. Mein Hirn lief seit Tagen auf Hochtouren, als Nachschlag gab es noch ein paar neue Bücher und soooo hübsche Teamspielchen hatte ich mir ausgedacht. Schöne Ideen, leider alle für die Katz. 

Im wahrsten Sinne des Wortes für die Katz war dann in der Tat alles, was die kommenden zwei Wochen folgen sollte. Quasi über Nacht wurden aus 7 Tagen Offlineseminar 7,5 Tage Onlineseminar. Während ich, abgesehen von täglich 6 Stunden schlechtem Schlaf durcharbeitete, genoss (und genießt noch) Yuki die Lage in vollen Zügen. Der Dosenöffner ist zu Hause. YEAH. Auf dem Bildschirm sind Menschen die sprechen. Yuchuuu. Katze im Glück. 

Im Ernst, das liebt Yuki total und so beobachtet sie fast den ganzen Tag und hoch konzentriert die Menschen auf dem Monitor. Sie wich nicht von meiner Seite, platzierte sich zu meiner Linken direkt neben dem Mikro und mauserte sich so zur Mitarbeiterin des Monats. 

Fazit: Über Nacht alles auf online umstellen, war … sagen wir sportlich. Vor allem weil Frau mal wieder nicht bereit war, einige ihrer Werte aufgrund außergewöhnlicher Umstände hinten an zustellen. Am Ende stand die Erkenntnis, Pacing geht auch online und es waren zwei richtig tolle Wochen. Dazu dann aber ein eigener Beitrag.

Akute Elbbedürftigkeit! 

Den lieben langen Tag am Rechner sitzen, mal zwei Tage nicht vor die Tür gehen, das ist mir bestens vertraut und überhaupt kein Problem. Den ganzen Tag vor der Kamera, das hat dann auch mich in die Bewegung aber vor allem an die Elbe getrieben. Ich brauchte ganz dringend eine große Portion Schlepperliebe. Also einmal bis Övelgönne laufen, mit der Fähre zurück und dann das… 

Da war Corona gerade mal sowas von sch…egal. Schwimmender Stahl. 😍 Hach. Und mal so nebenbei, ich mochte die COSCOs in ihrem schlichten grau ja etwas lieber.

München ist zum Monatsende natürlich ausgefallen – sehr schade. Aber wer mich kennt weiß, Untätigkeit steht mir nicht. Kann ich gar nicht. Jetzt also schnell das Bloggerloch der letzten Wochen wieder stopfen und dann ran an die nächsten Onlinekurse! Der Termin für die zweite Runde ICHgerecht Kompass steht: Am 18.07.2020 stechen wir wieder in See. Und dann wäre da ja noch… sag ich NOCH nicht! Das muss erst noch ein bisschen reifen und gären in meinem Kopf. Aber bald, versprochen!

Was für ein Monat. Langweilig war er in jedem Fall nicht.

Schluss mit dem Doppelleben

Schluss mit dem Doppelleben

Was sich ab sofort in meinem Business ändern wird.

Unter uns, ich war in den letzten Jahren irgendwie nicht so richtig zufrieden. Auf einer Zufriedenheitsskala von 0 (alles doof) bis 10 (BINGO), kam ich, gerade mal auf eine 7. Mir fehlte einfach mein Leben als Coach. Die Entwicklung des blu-board® war super, keine Frage. Dass sich 2016 die Visualisierungstante ins Team schlich, auch prima und trotzdem… ich stand mit beiden Beinen fest auf der Leitung. Der Bremsleitung. Ich tat und machte, kam aber gefühlt nicht vom Fleck. Mein Doppelleben fraß einfach zu viel Energie.

Mitte 2019 dachte ich, die Lösung sei TRENNUNG.
Ich muss mich entscheiden: Wer und was will ich sein. Sagen die Marketingleute ja auch. Man müsse sich spitz aufstellen. Bauchladen wäre doof, meinen sie. Das sehe ich insofern ein, dass diese geteilten Energien mordsmäßig anstrengend sind.

Also wird aufgeräumt!

Mich vom Coach trennen? Auf keinen Fall. Das hieße auch, mich von Riemann zu trennen, und das geht nicht.

Also mich vom blu-board® trennen. Betriebswirtschaftlich betrachtet, eine sehr vernünftige Entscheidung. Der Aufwand ist einfach VIEL zu hoch. Haha… nette Idee. Kann man vielleicht machen, wenn man nur ein Produkt entwickelt hat, geht aber nicht, wenn es sich um das eigene Baby handelt. Das blu-board® bleibt!

Also geht die Visualisierungstante. Hmmm… hmm… ähhh… NEIN!

Was also tun, wenn alles bleiben, aber doch anders werden soll?

Schluss mit dem Doppelleben! Alles wird eins!

Ich bekenne mich ab sofort zu meinem Dasein als „bunter Hund“ und positioniere mich wie eine Katze.
Die hat schließlich auch ZWEI spitze Ohren.

Ach. Und was ist jetzt anders?

Fragst du dich vielleicht, besonders wenn du mich schon (länger) kennst.*

Mein Energiefresser Nr. 1 wird eliminiert: Die drei getrennten Außendarstellungen sagen tschüss. Alles wo Britta Ludwig drin ist, das darf jetzt auch auf brittaludwig.de drauf stehen!

Das klingt vielleicht lächerlich, aber ich habe unter anderem deswegen immer noch keinen Newsletter und bisher auch nicht gebloggt, weil ich entweder nicht wusste, wo ich anfangen oder auf welcher Seite der Beitrag denn nun erscheinen soll. Mal abgesehen von dem Aufwand, alles 3x aufsetzen zu müssen. NICHT WITZIG!
Manch eine(r) hat’s gemerkt, ich hab einfach gar nichts getan.

Aber jetzt! Jetzt wird gebloggt!
Hat ja vielleicht auch schon manch eine(r) bemerkt. 😉

Und bevor ich wieder nicht weiß, ob ich im Beitrag über Visualisierung nicht über Coaching sprechen darf, und es damit auf zwei Seiten passen würde, landet jetzt alles hier auf meiner Kommandobrücke – brittaludwig.de.

Coaching, ICHgerecht Kompass, Persönlichkeitsentwicklung, Flipchartgestaltung, Visualisierung im Coaching und das blu-board®… alles bekommt hier den Raum, den es verdient. Ich verzettel mich nicht mehr und du hast alles hübsch beisammen. Klingt doch gut, oder?

Also bis bald im nächsten Beitrag oder im wahren Leben.
Britta

* Es hat sich gezeigt, dass Menschen die mich schon länger kennen, bzgl. meines Angebots keinen Knoten in den Kopf bekommen. Für die bin ich einfach Coach mit blu-board® die auch zeichnet. Wenn man aber erst mit dem blu-board® in mein Leben trat, da scheint es irgendwie schwieriger zu sein.

Was ich an meiner Arbeit als Business-Coach nicht mag

Erst musste ich ewig lange nachdenken, dann sind mir immerhin zwei Punkte eingefallen, die ich an meiner Arbeit als Business Coach nicht mag. Etwas weiter gedacht kamen dann die richtig fetten Fische zum Vorschein. So fette Fische, dass zumindest ein Punkt einen eigenen Beitrag verdient. Solltest du also offene Enden nicht mögen, lies den letzten Absatz lieber nicht.

Was ich an meiner Arbeit als Business-Coach nicht mag:

  • Unklare Besitzverhältnisse von Problemen
  • Der arme „Coach“
  • Mobiltelefone

Verantwortung, Zuständigkeiten und Besitzverhältnisse von Problemen.

Es erstaunt mich immer wieder, nervt mich manchmal richtig, aber glücklicherweise tappe ich nur noch selten in die Falle. 
Es gibt Coachees die kommen, schildern ihr Thema, lehnen sich anschließend zurück und schauen mich erwartungsvoll, fast provokativ an. Fehlt nur noch, dass sie sagen „Nu guck, wie du klar kommst, ich hole die Lösung in zwei Stunden ab“. Sowas macht mich einigermaßen fassungslos. Früher hat man mich damit auch kriegen können, denn ich hab vor lauter Erstaunen eine Weile gebraucht, bis ich gemerkt habe, hier läuft was ganz ordentlich schief.

Ich werde heute zwar immer noch grummelig, lehne mich dann aber einfach auch zurück, verweigere den „schwarzen Peter“ (darf man das noch sagen oder ist das heutzutage auch verboten?) indem ich etwas Banales sage und grinse heimlich in mich hinein, beim Anblick des verdatterten Gesichts gegenüber. Das Ding mit der Verantwortung hätten wir geklärt, wir können arbeiten.

Der Begriff „Coach“ und wofür er alles herhalten muss.

Ich ziehe in Betracht, dass die oben benannte Spezies gar nichts für dieses interessante Verhalten kann. Schließlich wird der Begriff „Coach“ inzwischen für ein buntes Allerlei an Schaurigkeiten verwendet. Wie könnte man jemandem eine solche Erwartungshaltung vorwerfen, wenn man an beinahe jeder Ecke (real wie virtuell) von „Coaches“ mit wahren Zauberformeln lesen kann die innerhalb kürzester Zeit, wenn nicht noch kürzer, Wohlstand, Glück und nie endenden Reichtum bewirken. Mit Erfolgsgarantie! Natürlich! Was auch sonst. 

Keineswegs besser machen es die, die eine lupenreine Beratung als Coaching verpacken weil… klingt besser, ist IN oder was weiß ich. Ich warte noch auf sowas wie Haarcoaching. Wie soll man bei all dem Kuddelmuddel als Mensch mit Problem, Herausforderung oder Mist an der Backe da noch durchblicken.

Das nervt mich an meiner Arbeit als Coach! Wikipedia weiß, wie immer wie es wirklich geht.

Ich hasse Mobiltelefone!

OK, das hat nichts mit der Arbeit als Coach zu tun nicht einmal mit Selbständigkeit – es ist viel mehr so eine Grundsatzfrage. Ich liebe mein iPhone! Es ist beinahe schon ein Familienmitglied, darf fast überall mit hin und schwächelt es, wird es mir ganz schwummrig. Ja was denn nun, fragst du dich vielleicht. Ich gebe zu, ich wollte nur eine reißerische Headline. Richtiger wäre, ich hasse die Erwartung ständiger Erreichbarkeit.

Es fängt schon damit an, dass ich nicht gerne telefoniere. Bereits das Klingeln des Telefons macht mir schlechte Laune. In 95 % aller Fälle reißt es mich aus etwas raus, in das ich mich nachher mühsam wieder reinfuchsen muss. Anstrengend! Getreu dem Motto, irgendwas ist ja immer, freue ich mich dennoch über diese wunderbare Erfindung und manchmal ist ja auch was Nettes am anderen Ende.

Nennt mich ruhig altmodisch aber telefonieren heißt für mich auf dem Festnetz anrufen! Das ist der einzige Kanal, über den ich fernmündlich schnacken will. Bis heute bedeutet ein Anruf auf dem Handy für mich es eilt, Holland ist in Not, ich hab den Kopf unterm Arm und brauche dringend Hilfe. Mit dieser Annahme scheine ich aber alleine dazustehen, denn in weniger als 5 % aller Anrufe handelt es sich um einen solchen Fall. Das freut mich einerseits aber… dann ruf doch verdammt nochmal auf dem Festnetz an. Denn…

Handy bedeutet für mich, ich bin unterwegs. Unterwegs sein bedeutet wiederum, ich hab was zu tun oder ich bin im Gespräch. Im Gespräch zu sein bedeutet vor allem eines, ich will nicht telefonieren. Ich finde es respektlos, ans Telefon zu gehen, während ich in einer Verabredung bin. Natürlich, wenn man was Dringendes erwartet, ein Notfall, krankes Kind… selbstverständlich kein Problem. Ein einfacher Schnack ist für mich ein Problem. Da bin ich spießig uns zwar gerne! Fazit: Ich gehe nicht ans Handy, wenn ich unterwegs bin, und rufe von unterwegs auch nur jemanden an, wenn das die einzig mögliche Gelegenheit ist.

Ich könnte jetzt auch noch von meiner Hochsensibilität anfangen und wie nervig und kräftezehrend Hintergrundgeräusche für mich sind aber das lasse ich jetzt.

Ich liebe mein iPhone. Es ist mein kleiner Rechner für die Hosentasche und schenkt mir ein Stück meiner so sehr geliebten Freiheit. Auch die Freiheit nicht ran zu gehen weil meine Aufmerksamkeit gerade jemand anderes gehört, vielleicht ja sogar dir. Aber niemals nicht wird mein iPhone ein Werkzeug ständiger Erreichbarkeit also freunde dich entweder mit meiner Mailbox an oder… ruf auf dem Festnetz an.

PS: Da ist es jetzt wohl mit mir durchgegangen. Tut mir leid. Die Kurzform wäre gewesen: Ich mag es nicht, wenn andere Menschen von mir ständige Erreichbarkeit erwarten und dann rumgrummeln weil sie mich auf dem Handy nie erreichen. Vielleicht noch, dass ich es nicht mag, dass man mich zum Schnacken auf dem Handy (also unterwegs) anruft anstatt auf dem Festnetz.

PPS: Da kommen mir doch glatt zwei Ideen.
1.) Ich starte ein Offensive „Witzige Mailboxsprüche“, dann freuen sich die Leute künftig, weil sie die Mailbox dran haben.
2.) Ich führe eine Schnacknummer ein. Da ruft man an, wenn man nur plaudern will, auf der anderen, wenn man doch mal den Kopf unterm Arm statt auf dem Hals trägt. Blöde Idee, denn das wäre ja mit der Privatnummer schon gegeben und das funktioniert nicht. Daraus ergibt sich Idee Nummer 3). Ich bekomme eine Ansage „Wollen sie Schnacken, Plaudern, Quatschen, drücken Sie bitte die Zwei. Ist es wichtig, kurz, knapp und knackig, drücken Sie bitte die Eins.“ Gefällt mir. Weiß jemand, wie man sowas einrichtet?

Dafür dass mir erst gar nichts eingefallen ist, was ich an meinem Job als Business-Coach nicht mag, habe ich mich jetzt ordentlich in rage geschrieben.

Eigentlich wollte ich auch noch etwas zum Thema „Kleines Geld“ oder „Das macht dir doch Spaß“ schreiben. Ich habe es auch geschrieben, aber nach knapp 1.000 Wörter allein zu diesem Punkt wurde mir klar, dass Thema hat gerade zu viel Ladung und zu viele Facetten. Es sprengt diesen Artikel. Außerdem ist es so wichtig, es hat einen eigenen Beitrag verdient. Aufträge, die nicht angemessen honoriert werden, die regen mich nämlich sowas von auf. Es hat so viele oft unbemerkte Auswirkungen gerade als Trainer*in, wenn wir bereit sind, für Tagessätze jenseits der Schmerzgrenze aktiv zu werden. Abgesehen davon regt mich am meisten auf, dass ich viel zu selten einfach „NEIN“ sage und das OHNE, mit der Wimper zu zucken oder drei Tage Bauchschmerzen zu haben. Dazu aber ein anderes Mal mehr.

Bis zum nächsten Beitrag
Britta & Herr Pöppel

Mein Wort für 2020

Was für eine schwere Geburt in diesem Jahr. Die Message war zwar klar aber DAS eine Wort zu finden, welches mich durch das Jahr begleiten, tragen und motivieren soll… sagen wir, es war etwas sperrig.

Eine Weiterbildung zum Zürcher Ressourcen Modell, ZRM® und die Begegnung mit dem Würmli brachte die rettende Erkenntnis.

BINGO – ist mein Wort für 2020!

Meine Mission: Mehr BINGO, weniger *grmpfl*.

Mich ereilte Ende 2019 nämlich eine erschreckende und mir ehrlich gesagt etwas peinliche Erkenntnis. Wenn es darum geht WIE und WANN eine Sache gemacht wird, bin ich sehr darauf bedacht, selbst über die Spielregeln zu entscheiden.

OB ich eine Sache mache, da schien ich deutlich toleranter. Und so haben mir Begeisterungsfähigkeit und Pflichtbewusstsein so manches *grmpfl* eingebrockt.

Kurzer Exkurs:

*Grmpfl* ist das Gefühl oder merkwürdige Geräusch welches uns entfleucht, wenn etwas ansteht, was unserem Unbewussten nicht in den Kram passt. Besuche beim Zahnarzt, Steuerkram, jede Art unliebsamer Tätigkeiten. Oder auch… Montag *grmpfl*

Das BINGO-Gefühl ist der Volltreffer und damit das Gegenteil vom *grmpfl*. Unser Unbewusstes ist voll einverstanden und wir stehen mit unserer ganzen Kraft am Start.

Was es genau damit auf sich hat erklärt Dr. Maja Storch *hier*.

Ich habe in den letzten Jahren nicht selten, aus einem Anflug spontaner Begeisterung (scheinbar) oder aus Pflichtbewusstsein, Dinge zugesagt bei denen sich mir bei genauerer Betrachtung die Nackenhaare stellten – mein Würmli (Unbewusstes) ein *grmpfl* geschickt hat.

Das muss, darf, soll… QUATSCH… das wird anders!

BINGO ist mein neues Leitgefühl und von daher mache ich mich ab sofort auf den Weg zum bestmöglichen Würmli-Lauscher, nehme jedes *grmpfl* ernst und überprüfe, ob da nicht auch ein BINGO draus werden kann. Wenn Ja, prima. Wenn nein, dann leider „Nein, danke“.

Da ich immer mehr Ideen als Zeit habe, kann ich mir den Luxus in grmpfl-Projekte zu investieren einfach nicht mehr leisten. Es kostet mich zu viel Kraft und meist sind es Projekte, die irgendwie nicht rund laufen, abgebrochen werden, ich mich unwohl fühle… *grmpfl* halt.

Und wenn ich mir vorstelle, mein Buch (ein Beispiel) bleibt aufgrund einer auf *grmpfl* basierenden Sache auf der Strecke… Nö!

BINGO! Mein Wort, mein Motiv, mein Leitgefühl für 2020!

In diesem Sinne begrüße ich das Würmli hochoffiziell in meinem Team und uns allen ganz viele Bingo-Momente im neuen Jahr.

Hast du auch ein Wort für 2020? 

Mein Jahresrückblick 2019

Jahresrückblick 2019

2019 war… hmm… die Vorbereitung. Ja so wird ein Schuh draus, denn ich hadere schon eine ganze Weile mit einer passenden Beschreibung für dieses Jahr. Schlecht oder gar mies, auf keinen Fall. Nicht einmal blöd oder „geht so“, würde es treffen. Im Großen und Ganzen lief alles wie geplant aber…

Gefühlt habe ich 2019 überwiegend hinter den Kulissen verbracht. Wenig Social Media, wenig unterwegs, wenig Kontakt zur Außenwelt, wenig gezeichnet, sogar wenig Schiffe und Elbe. Dafür viel gedacht, entwickelt, ausprobiert und vor allem viel gelernt. Mir meiner Berufung nochmal klarer geworden, mich wo angeschlossen und beinahe hätte ich etwas an den Haken gehängt – beinahe.

 

Ein paar der Meilensteine 2019: 

MeOK – „Mein erster Onlinekurs“

Der Kurs zum Kurs sozusagen und der größte Brocken des Jahres. Ich habe mich riesig darauf gefreut, mich mit Haut und Haar hineingestürzt und gefühlt das ganze Jahr mit dem Thema „Onlinekurs erstellen“ verbracht. Das hat viel Spaß gemacht aber unter uns, das ein oder andere Haar hat vor lauter Schreck seine Farbe verloren. Warum? Zum einen, weil so unendlich viel Detailarbeit in so einem Kurs steckt, dass ich manchmal am liebsten alles hingeschmissen hätte. So viele neue technische Spielereien wollten erobert werden und immer, wenn ich dachte „Ha, jetzt bin ich fertig“, kam ein „Ach nee, das musst du ja auch noch“. Das schien einfach kein Ende zu nehmen und da ich bei der Vergabe der Geduld ja damals krank war… aber irgendwann war es doch geschafft.

Und dann wäre da ja noch mein Anspruch. Pilotkurs hin oder her, schick muss es ja trotzdem sein und taugen muss es was. Ich trete ja nicht an, ohne mindestens die Welt aus den Angeln heben zu wollen. Das alles im laufenden Betrieb zu tun, da kam Frau schon manchmal ins Schwitzen. Alles in allem, jedes einzelne graue Haar habe ich mir hart erarbeitet und war es am Ende auch wert. Der Kurs hat stattgefunden, Spaß gebracht und die Teilnehmerinnen haben nach mehr gerufen. 2020 bringt demnach eine zweite Runde.

Weil ich es ohne sie auf keinen Fall geschafft hätte an dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Marit Alke mit ihrem Kurs „Mein erster Onlinekurs“ und an die komplette MeOK-Familie. 

Und unbedingt an Angelika Eder. Angelika, ohne deine Hilfe wäre nie der großartige Name ICHgerecht entstanden, in meinem Kopf wäre vermutlich noch immer Kuddelmuddel und ob die Landingpage je ihre Texte bekommen hätte, man weiß es nicht. 

Ich danke euch! 😘

Stahl in seiner neuen schönsten Form

Natürlich gilt die Auszeichnung „Stahl in seiner schönsten Form“ noch immer meinen geliebten HHLA Schwimmkränen aber… sie müssen sich den Titel jetzt teilen. Ein Traum wurde mir erfüllt und Herrn Pöppel gibt es jetzt auch in gebürstetem Edelstahl. 😍 Er ist einfach perfekt. Kann man ihn erwerben? Nein! Meins. 😉

Familienzuwachs

Der Traum vom eigenen Comic hat in diesem Jahr etwas an Energie einbüßen müssen, wie das Zeichnen insgesamt. Da war einfach zu viel drum herum und noch gelingt es mir nicht wirklich, das Zeichnen parallel zum Coachingzeugs laufen zu lassen. Das scheinen zwei getrennte Welten für mich zu sein. Aber…

Der Anfang ist gemacht und Herr Pöppel hat vier muntere Riemann-Freunde an seine Seite bekommen. Im Moment sind sie noch die Hauptprotagonisten, wenn ich Riemann visuell darstellen möchte. Die Dezemberereignisse haben allerdings ganz leise geflüstert, da kommt noch was.

Ich bin wieder dahaaaa

Eigentlich sollte es nur ein Experiment sein, diese Sache mit den längeren Haaren. Keine Ahnung, welcher Teufel mich geritten hat, dass das fast 10 Jahre andauern sollte. Egal, nu sind sie wieder ab und ich bin wieder viel mehr ich. Auch ein halbes Jahr später, freue mich noch täglich über diese Kurskorrektur. Blöd nur, wenn man sich am Tag vorher eine Tasse mit der alten Frisur bemalt hat. Irgendwas ist ja immer.

Der ICHgerecht Kompass geht an den Start  

Fortsetzung des ersten Meilensteins

Es war auch eine gute Portion Bockigkeit, der ich pünktlich zum 16. Firmenjubiläum die Premiere meines ersten Onlinekurses verdanke. Ohne ein „Ich hab gesagt, ich mach das jetzt, also mach ich das jetzt auch“ oder auch mein gern genommenes „Das woll’n wir ja mal sehen“, der Kurs hätte durchaus das Potenzial gehabt, nix zu werden. Ich sach nur: Blut, Schweiß und Tränen.

Am Ende ist ja bekanntlich immer alles gut und so sind wir am 16.08.2019 mit dem ICHgerecht Kompass in See gestochen. Ein großes DANKE an meine wunderbaren Teilnehmer*innen, die mit mir die Reise in ein für uns alle unbekanntes Gewässer angetreten sind. Hach. 

PS: Was hatte ich im Vorfeld Sorge, Yuki würde die Webinare mit ihrem akut süßen Flauschfaktor für sich in Anspruch nehmen. Am Ende musste ich sie, für’s letzte Webinar in die Kamera halten, weil die Queen doch tatsächlich jedes einzelne Webinar verpennt hat und einige Teilnehmerinnen die angekündigte Flauschblockade nun doch wenigstens einmal sehen wollten.

Zu Gast im Stifte-Paradies

Eine wahre Geduldsprobe waren die 3 Stunden ungeplanter Aufenthalt am Hamburger Bahnhof, weil unser Zug seine Reise nach Fulda wegen Polizeieinsatz nicht planmäßig antreten konnte. Gerade wollte ich aufgeben und aussteigen, da ging die Reise doch noch los. Was für ein Glück.

Von Fulda ging es nach Eichenzell und von dort direkt ins Stifte-Paradies – zu Gast bei Neuland. Viele tolle Stifte, das war ja klar aber das hier, das hätte nicht einmal meine blühende Fantasie zustand gebracht. In allerbester Atmosphäre hatten wir einen großartigen Tag, ein überraschendes Wiedersehen (na, wer findet die Überraschung auf einem der Bilder?), Inspiration vom Feinsten und ein freudiges „Hallo“ mit neuen und bereits vertrauten Kreativkolleginnen und Kollegen.

Warum ich da war und was es damit auf sich hat, dazu im neuen Jahr mehr. 😉

„To do: Es dieses Mal nicht wieder verbocken!“

Das stand auf einem Schild, welches ich leider nicht gekauft habe (ich Schaf!). Dabei passt der Satz schon seit Oktober wie Faust auf Auge. Nämlich die Faust von Silvester 2018/2019 und natürlich mein Auge.

Was war ich knatschig mit mir und quengelig das ganze Jahr über, weil ich es wieder nicht zu Ende gebracht hatte. Dabei lief es richtig gut und kaum wurde mir das bewusst, hatte ich einfach aufgehört. So blöd muss man erstmal sein. Es dieses Mal also nicht wieder verbocken! Wenn ich es in diesem Jahr auch nicht mache dann…

Bis 31.12.2019 galt es also 50.000 Wörter (ja, ich war so frei das NaNoWriMo-Ziel) ganz frech vom November in den Dezember zu entführen) geschrieben zu haben. Nicht irgendwelche Wörter, sondern den Shitty First Draft meines Buches. Ich habe gelernt, den ersten Entwurf schreibt man für den Papierkorb, erstmal alles raus. Unzensiert. Hauptsache raus. Da ich mir mit meinem Anspruch so gerne selbst im Weg stehe, schien mir das sinnvoll und außerdem, woher soll ich wissen, was ich schreiben will, wenn ich es nicht vorher gelesen habe. Knappe 20.000 Wörter habe ich bereits 2018 geschrieben, blieb also nur noch ein kleiner Rest von 30.000 Wörtern und fünf Wochen Zeit.

Es dieses Mal nicht wieder verbocken – ich brauchte Hilfe!

Ich erteilte 5 großartigen Frauen das Mandat mir unmittelbar ans Schienbein treten zu dürfen, wenn ich nicht täglich von meinen Schreibfortschritten berichten würde. Nix mit „macht nichts“ oder „ist nicht schlimm“, 100% Gnadenlosigkeit habe ich verordnet. Ich war allerdings selbst wohl so streng mit mir, dass es an wortkargen Tagen (es gab glücklicherweise nur zwei davon) trotzdem Lob dafür gab, es immerhin zu ein paar Worten gebracht zu haben.

Am Ende waren es nur 4 Wochen und nicht ganz 30.000 Wörter bis sich das Gefühl einstellte – es ist alles geschrieben. Für den ersten Entwurf habe ich fertig! Danke Ladys ohne euch hätte ich es wirklich nicht geschafft.

Obwohl sich viel Tolles ereignet hat, 2019 fühlt sich nicht wirklich nach einem „Bähm“ an. Es ist vielleicht meine Ungeduld, die Fortschritte gerne übersieht, die 2019 nur mit einem „O.K.“ beenden will. Aber…

2019 war eine richtig gute Vorbereitung für ein BÄHM 2020. 

Kommt gut ins neue Jahrzehnt und habt es hübsch. 🥂

PS: Auch 2019 war und ist die Flauschqueen maximal entzückend. Wir hatten unseren ersten Jahrestag